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16.12.1988 - 

Grafik-Minisupercomputer "Titan" kommt als gestutzte Version:

Ardent steigt in den Server-Markt ein

MÜNCHEN (CW) - Das kalifornische Unternehmen Ardent Computer - seit Anfang des Jahres auf dem Minisupercomputer-Markt - bietet seine ursprünglich auf grafische Anwendungen ausgelegten Titan-Rechner jetzt auch als reine Server an. Die Grafik-Komponente der Rechner wurde zu diesem Zweck amputiert.

Die gestutzten Systeme sollen Anwender locken, die bereits mit vernetzten Unix-Workstations arbeiten, aber erheblich mehr Rechenleistung benötigen. Als Abnehmer sollen Anwender im technisch-wissenschaftlichen Bereich in Frage kommen, die zur Berechnung umfangreicher Simulationen mit der Leistung einer Workstation nicht mehr auskommen. Eberhard Witte, Geschäftsführer der deutschen Ardent GmbH in Köln, sieht die Stärke der Titanen in erster Linie im Einsatz bei Finite-Elemente-Analysen, Strömungs-Dynamik sowie Geologie und Animation.

Für solche Aufgaben bieten die Server den gleichen Durchsatz wie die Rechner mit Grafikteil. Nach Angaben von Ardent liegt die Rechengeschwindigkeit der maximal vier parallel rechnenden Prozessoren bei 64 Megaflops. Für die Server sind außerdem automatisch vektorisierende und parallelisierende Compiler für die Sprachen Fortran 77 und C erhältlich. Als Betriebssystem dient Unix V.3 von AT&T mit Erweiterungen gemäß Berkeley 4.3.

Jede der vier CPUs besteht aus einer Vektoreinheit mit einer Leistung von 16 MIPS und 16 Megaflops sowie einem Cache-Speicher mit 32 KB. Zwei Hochleistungsbusse mit einer Datentransferrate von 265 MB pro Sekunde verbinden die Funktionseinheiten. Der Hauptspeicher hat - abhängig von der Konfiguration - ein Volumen zwischen 8 und 128 MB. An den Titan-Server lassen sich bis zu 15 Plattenlaufwerke mit einer Kapazität von zusammen 11,4 GB anschließen. Standardmäßig ist die Maschine mit 16 V.24-Anschlüssen für Terminals ausgerüstet. Ein Ethernet-Adapter und eine TCP/IP-Schnittstelle ermöglichen den Einsatz als Server für vernetzte Unix-Workstations. Die Verbindung mit VAX-Rechnern unter dem Betriebssystem VMS besorgt eine optionale Erweiterung. In einer mittleren Konfiguration mit zwei Prozessoren, 32 MB RAM und 760-MB-Platte, Betriebssystem sowie NFS-Software kostet der Rechner 270 000 Mark. Die Systeme sind ab sofort lieferbar.