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11.05.2001 - 

Branchenfokus und Kooperationen sollen Überleben sichern

Ariba kehrt zurück in seine Nische

MÜNCHEN (CW) - Mit einer Rückbesinnung auf seine Kernkompetenzen will Beschaffungssoftware-Spezialist Ariba die langfristige Perspektive sichern. Bis zum Ende des Jahres möchte das Unternehmen außerdem profitabel werden.

Auf fünf Branchen konzentriert sich Ariba zunächst: Finanzdienstleister, Automobil, Pharma, Hightech und Konsumgüter. In diesen Bereichen ist das Unternehmen bereits heute stark vertreten. "Wir wollen uns wieder auf unsere Wurzeln konzentrieren", beschreibt der neue Ariba-Chef Larry Mueller die künftige Strategie, nämlich E-Procurement und Sourcing, also die elektronische Beschaffung. Für jede Branche sollen spezielle Teams aus Beratern, Verkäufern und Produktentwicklern gebildet werden.

Zumindest in der Automobilindustrie dürfte der Anbieter es aber schwer haben. Praktisch alle großen Automobilhersteller haben nämlich bereits Marktplatz- und Beschaffungsprojekte aufgesetzt. Mit dem Marktplatz Covisint haben sich außerdem die drei größten Hersteller, Daimler-Chrysler, Ford und General Motors, zusammengeschlossen. Der Erfolg von Covisint ist für Mueller aber noch nicht beschlossene Sache. Seiner Meinung nach wird die Unterstützung für den Marktplatz nachlassen, wenn die Unternehmen sehen, dass andere mit alternativen Modellen besser fahren.

Aus diesem Grund will Ariba auch den Nutzen der Software für seine Kunden verbessern. Zehn bis 15 Prozent Return on Investment sollen das Minimum beim Einsatz der hauseigenen Software sein, 30 Prozent möglich. "Wir werden unseren Erfolg an dem Erfolg unserer Kunden messen", erläutert Keith Krach, Ex-CEO und Mitbegründer von Ariba.

Dazu sollen auch neue Kooperationen mit anderen Softwareanbietern wie IBM und Bea Systems beitragen. So soll Aribas Procurement-Software in IBMs "Websphere" sowie eine für den Sommer geplante Katalog- und Preisgestaltungssoftware integriert werden. Mit Bea hat das Unternehmen vereinbart, auch zukünftige Versionen von Beas Middleware-Server "Weblogic" mit den Ariba-Lösungen zu verbinden - eine Abmachung, die es bereits für die aktuellen Releases gibt.

Den Verkauf der Software dürfte außerdem eine Vereinbarung mit Pricewaterhouse-Coopers (PwC) ankurbeln. Das Beratungsunternehmen will 700 seiner Servicemitarbeiter auf die Software schulen und außerdem die Lösungen in seinen Technology-Demonstration-Centers vorführen.

Von der neuen alten Strategie und den Ankündigungen zeigten sich Analysten allerdings wenig beeindruckt. "Was ich heute gehört habe, waren die gleichen Dinge, die sie im letzten Jahr erzählt haben, nur in neuer Verpackung", kritisiert Gartner-Analyst Karen Peterson. IBM solle sich fragen, ob die Partnerschaft mit Ariba strategisch tatsächlich etwas gebracht habe.

Wechsel an der SpitzeNach den schlechten Quartalsergebnissen räumt Ariba-Mitbegründer Keith Krach (links) den Chefsessel und übergibt ihn an Larry Mueller (rechts). Der neue CEO kam 1999 zu Ariba und ist seit Januar 2000 bereits als President und Chief Operating Officer (COO) im Topmanagement aktiv. Krach bleibt dem Unternehmen als Chairman erhalten. Das Unternehmen spielt den Management-Wechsel herunter. Er sei bereits mit der Ernennung von Mueller zum COO eingeleitet worden.