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09.02.2001 - 

Kooperation mit Vignette

Ariba stärkt E-Commerce-Position durch Übernahme von Agile

MÜNCHEN (IDG) - Der auf E-Procurement spezialisierte Softwarehersteller Ariba Inc. übernimmt Agile Corp. im Rahmen eines Aktientauschs für rund 2,5 Milliarden Dollar. Zudem hat Ariba die Kooperation mit Vignette bekannt gegeben.

Agile konzentriert sich mit seinen Applikationen auf das Hightech-Segment der Fertigungsindustrie und unterstützt dort das Einbinden von Informationen etwa in Form von Material-Stammdaten aus Lieferscheinen, Spezifikationen oder Konstruktionszeichnungen in ein Internet-basiertes Supply-Chain-Management. Mit der Integration dieser Programme in Aribas Anwendungen für das elektronische Beschaffungswesen will man eine Lösung anbieten, die sich stärker am gesamten Produktlebenszyklus orientiert. Unter der Bezeichnung "Collaborative Manufacturing" sind vor allem Betriebe angesprochen, deren Produktangebote häufiger wechseln und die mit ihren Zulieferern über das Internet kooperieren. Laut Gartner-Analystin Karen Peterson stärkt der Merger Aribas Position gegenüber Konkurrenten wie SAP, Oracle und I2, deren Produkte den Collaborative-Aspekt bislang noch nicht in dem Maße unterstützen.

Für die Akquisition soll jede Agile-Aktie mit 1,35 Anteilscheinen von Ariba getauscht werden. Nach Bekanntwerden der Merger-Absichten kletterte das Agile-Papier um bis zu 18 Prozent auf über 50 Dollar, während Ariba zuletzt um vier Prozent auf knapp über 38 Dollar nachgab.

Darüber hinaus will Ariba seine Wettbewerbssituation mit einer weiteren Aktion festigen. Nachdem I2 Technologies letzten Oktober eine Allianz mit Broadvision eingegangen ist, zieht Ariba nun gleich: Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Broadvision-Konkurrenten Vignette verbindet Ariba seine B-to-B-Plattform mit dessen Content-Management-, Personalisierungs-, Integrations- und Kommunikationssoftware. Dies erleichtere Lieferanten, ihre Angebote mit Produktinformationen und -daten zu versehen, so die Unternehmen. Kunden können dadurch ihren Zugriff auf elektronische Katalogsysteme personalisieren. Bei der Integration können die Softwarehersteller auf Erfahrungen von einem Projekt des Marktplatzes "Metalspektrum" zurückgreifen, der bereits beide Produkte einsetzt.

Die jeweils von Ariba und I2 geschlossenen Partnerschaften sind allerdings nicht ganz unproblematisch. Je mehr die Hersteller über derartige Kooperationen ihren eigenen Weg betonen, desto brüchiger könnte das gemeinsame Bündnis mit IBM werden.