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10.05.2002 - 

Geringerer Verlust gibt Anlass zur Hoffnung

Aribas Umsatz bricht im zweiten Quartal ein

MÜNCHEN (CW) - Ariba meldet für das zweite Quartal einen heftigen Umsatzeinbruch, konnte seinen Nettoverlust aber auf 153,9 Millionen Dollar reduzieren. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der kalifornische Hersteller von E-Procurement-Software noch einen Fehlbetrag von 1,84 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Der Quartalsumsatz sank wegen der allgemeinen Investitionszurückhaltung im Jahresvergleich von 90 Millionen auf 57,2 Millionen Dollar. Dabei gingen die Lizenzeinnahmen von 57,9 auf knapp 25 Millionen Dollar zurück. Gegenüber dem vorhergehenden Quartal, in dem Ariba nur einen Lizenzumsatz von 23,7 Millionen Dollar erwirtschaftete, hat sich die Situation jedoch leicht verbessert.

Von einem "substanziellen Wachstum" zu sprechen, wie es Chief Financial Officer (CFO) Jim Frankola formulierte, scheint zwar übertrieben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Softwareanbietern kann Ariba aber auf "ein solides Quartal in einem äußerst schwierigen Umfeld" zurückblicken, fasst Ian Morton, Analyst bei J.P. Morgan, zusammen.

Für das dritte Quartal erwartet Ariba allerdings keinen nennenswerten Umsatzzuwachs. Nach drastischen Sanierungsmaßnahmen setzt der einstige Börsenliebling jetzt auf eine neue Führungsriege und ein breiteres Produktspektrum. Nach Ansicht von Experten ist diese Strategie einer der Gründe dafür, dass Ariba wesentlich besser dasteht als sein Erzrivale Commerce One, der für sein Ende März abgeschlossenes erstes Quartal einen Umsatzeinbruch von 81 Prozent und einen Nettoverlust von 220,6 Milionen Dollar melden musste. "Die Leute wissen immer noch nicht, was Commerce One so genau macht - bei Ariba ist dagegen inzwischen eine klare Linie zu erkennen", so Morton.

Auch der rigide Sparkurs, mit dessen Hilfe der Softwareanbieter seine Ausgaben in den vergangenen sechs Monaten von 155 Millionen Dollar pro Quartal auf 50 bis 60 Millionen Dollar senken konnte, sei zu begrüßen: "Ariba hat die Kosten so weit heruntergefahren, dass das Unternehmen in die Gewinnzone zurückkehren wird, sobald sich die Marktbedingungen wieder verbessern". (sp)