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26.05.1978

Arme Jungs

Leid können sie einem schon tun, die VBs von IBM, auch wenn's bloß japanische waren. Nur ein bißchen laut gefreut, und schon kommt der große Hammer: Statt Serie E-Abschlüssen die Antitrustgesetze am Hals. Es ist eben doch ein Problem, wenn man so groß ist, daß alle nur auf den einen gucken. Und wer weiß, ob die wirklich was gesagt haben - oder ob da die liebe Konkurrenz ein faules Ei gelegt hat. Schließlich - bei uns in Deutschland hält das Böblinger Top-Management den Außendienst absichtlich mit Informationen kurz.

Eigentlich, so glaubt Trauerwein, müßten die Japaner genauso gehandelt haben. Und da ist ja noch was: Aufgeflogen wär' die Sache doch wohl nur, wenn'n paar Kunden gequatscht hätten - das aber läuft nicht, unter echten IBMern. Wer gibt schon gern seinen Informationsvorsprung auf? Zumal er sich ja doch ins eigene Fleisch schneidet. Denn: Für'ne gebrauchte 125 einen Nachmieter zu finden, das klappt nicht einmal im eigenen Konzern. Wenn erst mal 'raus ist, was die E-Maschinen leisten, wie komfortabel die im Vergleich zur modernen 125-2 sind - da streikt doch unser Niederlassungs-Häuptling in Kleinhiddersbrück, wenn ich ihm die 125 aufs Auge drücken will. Dabei kann der gar nicht beurteilen, was für'n toller Hobel die 125 ist. Ich frag mich überhaupt, wozu wir'ne E-Serie brauchen. Läuft wahrscheinlich wie üblich: Was später Standard-Technologie bei Großsystemen wird, das testet IBM allemal mit den Zwanzigern. So war's auch bei der 360/25 mit dem ersten ladbaren Mikroprogramm, wie es die dreißiger Anlagen jetzt auch haben. Na ja, IBM lernt seine Lektion stets am lebenden Objekt.