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30.10.1998 - 

Netzsicherheitsspezialist geht an den Neuen Markt

Articon will Expansion vorantreiben

30.10.1998

"Globale Vernetzung und E-Commerce stehen erst am Anfang", ist sich Alfred Bauer sicher. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Articon AG begründet damit auch seinen Optimismus, mit der Entwicklung von Sicherungslösungen für Internet, Intra- und Extranets auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Das Angebot des Ismaninger Security-Unternehmens reicht dabei von der Beratung über die Implementierung von Antiviren-, Authentisierungs- und Verschlüsselungssoftware sowie Firewalls bis hin zur Systemwartung und Schulung der Kunden. Von Banken und Großunternehmen werden außerdem zunehmend Trust-Center-Lösungen nachgefragt.

Dieses noch recht junge IT-Marktsegment birgt nach Einschätzung von Analysten ein enormes Zukunftspotential. So prognostizierte das US-Marktforschungsinstitut Datamonitor dem Markt für Netzsicherheit bis zum Jahr 2000 Wachstumsraten von durchschnittlich 53 Prozent. Weltweit liegt der Umsatz derzeit bei 1,6 Milliarden Mark, mehr als elf Milliarden sollen es im Jahr 2001 sein.

Noch bewegen sich die Umsätze von Articon in einem überschaubaren Rahmen. Nach 4,8 Millionen Mark im zurückliegenden Geschäftsjahr will das Unternehmen, das 43 Mitarbeiter beschäftigt, 1998 zehn Millionen Mark erwirtschaften. Auch in den folgenden Jahren ist jeweils an eine Umsatzverdoppelung gedacht. Spätestens 1999 sollen erstmals schwarze Zahlen geschrieben werden. Angesichts einer steigenden Nachfrage nach Sicherungslösungen rechnet Articon-Chef Bauer langfristig mit einer Rendite von 15 Prozent nach Steuern.

Bereits heute führen die Ismaninger mehrere Großkunden mit bis zu 50000 Mitarbeitern auf ihrer Referenzliste, darunter Blue Chips wie Linde oder die Dresdner Bank. Im Kampf gegen Hacker, Wirtschaftsspione und Viren dürfen jedoch selbst die Namen wichtiger Kunden nicht öffentlich genannt werden.

Den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, ist eines der vordergründigen Motive, die Articon mit dem Börsengang verbindet. Wie Firmenchef Bauer vor der Presse auf der Systems '98 in München erklärte, soll dem Unternehmen ein Emissionserlös in Höhe von 19 Millionen Mark in die Kasse fließen - Kapital, mit dem die Weichen für die kräftige Expansion und Internationalisierung gestellt werden soll. Um im Markt möglichst schnell eine kritische Größe zu erreichen, plant Articon Akquisitionen im Ausland und die Eröffnung von Vertriebsniederlassungen in Deutschland. Strategische Partner des bayerischen Softwarehauses sind bislang Compaq, Viag Interkom, Cisco und Sun.