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07.04.1989 - 

Populäre Rechnerfamilie soll OS2 auf die Sprünge helfen

AS/400 jetzt als Server in 0S/2-Netzen

07.04.1989

ROCHESTER (IDG) - IBM will die Popularität der AS/400-Serie auch dem umstrittenen Betriebssystem OS/2 und der PS/2-Serie zugute kommen lassen. Eine spezielle Version der PC-Support-Software des Marktführers korrespondiert jetzt mit den Netzwerk-Features des AS/400-Betriebssystems und verwandelt die Minicomputer in Server für vernetzte OS/2-PCs.

Der Marktführer will die Minicomputer als zusätzliches System neben Servern auf Basis eines 80386 in OS/2-Netzen unterbringen, die die OS/2-Version Extended Edition oder Microsofts LAN-Manager fahren. Als zweite Einsatzmöglichkeit sollen die Systeme 80386er-Server ersetzen, die mangels Leistungsfähigkeit nicht genügend angeschlossene Workstations unterstützen.

IBM positioniert die AS/400 damit auch als Dreh- und Angelpunkt eines Token-Ring-Netzes, dessen angeschlossene PCs unter OS/2 oder DOS dann Zugriff auf Büroautomations- und Datenbanksysteme auf Basis der AS/400 haben. Ein weiterer Bestandteil der modifizierten PC-Support-Software wird nach Spekulationen die Unterstützung von IBMs Kommunikations-Protokoll LU 6.2 und der Software Netbios sein.

PC-Benutzer wären damit in der Lage, Applikationen der AS/400-Systeme einzusetzen. Umgekehrt könnten Terminals, die an den Minicomputer angeschlossen sind, Netbios-Applikationen und Programme auf Basis von LU 6.2 fahren. Nach Angaben eines IBM-Vertreters ist die AS/400 der Schlüssel zu der Big-Blue-Strategie, den Benutzern von PS/2-Systemen einen Wachstumspfad zu einem leistungsfähigen High-End-Server zu bieten.

Ein Sprecher des US-Marktforschungsunternehmens IDC vertrat in diesem Zusammenhang die Ansicht, daß eine AS/400 als OS/2-Server jedoch nicht den Niedergang von 80386-Servern einläute. Vielmehr böte IBM den Anwendern eine größere Auswahl zur Lösung ihrer Probleme. Langfristig werde sich der Trend jedoch von den herkömmlichen Servern wegbewegen. Solange sich die Mehrzahl der Anwender jedoch nicht im klaren darüber sei, welche Leistung von einem Server zu erwarten ist, werde es Systeme mit völlig unterschiedlichen Leistungsmerkmalen geben müssen.