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05.08.1983 - 

IBM will mit neuer Netzwerksoftware verstärkt an Enduser-Front vordringen:

AS-Inhouse-Version zielt auf Information Center

STUTTGART (CW) - Ein weiteres Zugeständnis an das zukunftsträchtige "Information-Center-Konzept" macht IBM nach dem DB2-Announcement jetzt mit der Ankündigung von zwei Inhouse-Versionen ihres 1975 vorgestellten "Application System" (AS). War die AS-Netzwerksoftware bislang nur Timesharing-Benutzern zugängig, so will der Marktführer nun mit den Programmprodukten "AS/VM" und "AS-Information Center" verstärkt die Fachbereiehe in die Lage versetzen, ihre Probleme selbständig und ohne DV-Know-how zu bewältigen.

Neben dem Einsatz des Application System im IBM-Datenservice können die neuen Programmpakete jetzt auch beim Anwender direkt eingesetzt werden. Die kleinstmögliche Konfiguration für VM/AS-Anwendungen ist eine IBM 4331 Modell 2 mit vier Megabytes Realspeicher und 500 MB Plattenspeicher. Abgestimmt auf den Benutzerbedarf bietet IBM das VM/AS-Programm in drei Aufbaustufen an. Die Grundversion ermöglicht den Anschluß von bis zu 15 Datenstationen, eine weitere Version bis zu 30 und die größte Ausbaustufe bis zu 60 Arbeitsplätzen. Systemsteuerung und Benutzerservice für VM/AS-Anwender liegen in der Verantwortung des Kunden. Mit dem Lizenzprogramm VM/AS kann auf Datenbestände zugegriffen werden, die mit anderen Programmiersprachen, wie etwa APL, PL/1 oder Basic, erstellt wurden. Eine nachträgliche Modellumrüstung im Feld ist IBM-Angaben zufolge möglich.

Das Programmprodukt AS Information Center (IBM-intern: "ASIC") ist ein neues Servicekonzept für Endbenutzer. Die AS-Funktionen sind dabei auf einer kundeneigenen Anlage implementiert. Der ASIC-Service umfaßt drei Komponenten:

1. Das AS-System ist im Rechner des Anwenders installiert.

2. Die Steuerung mehrerer AS-Maschinen erfolgt durch ein zentrales Leitsystem im IBM-Rechenzentrum.

3. Der IBM-Benutzerservice unterstützt den AS-Anwender in allen Endbenutzerfragen.

Bei dieser Konstellation ist der Rechner über eine Standleitung mit dem Leitsystem im IBM-Rechenzentrum verbunden. Er könne, so IBM, mit der zentralen DV "als Kunden" kommunizieren. Der ASIC-Service umfaßt die Softwarewartung, Protokollschreibung der AS-Rechnerauslastung sowie automatische Systempflege und Datensicherung durch das IBM-Leitsystem. Die zentrale Systemsteuerung erlaube einen operatorlosen Betrieb beim Kunden.

Die Freigabe der neuen AS-Produkte werten IBM-Kenner als Antwort auf die Herausforderung unabhängiger Softwareanbieter, die bereits Sprachen der "vierten Generation" sowie Data Management Tools anbieten, die das Arbeiten von Endbenutzern in Information Centers (...)terstützen.

AS/VM ist für eine Einmalgebühr von 125 000 Mark in allen drei Modellversionen erhältlich. Die monatliche Lizenzgebühr liegt indes je nach Ausbaustufe zwischen 6000 und 15 000 Mark. Die Einstiegsversion (Modell 15) ist per sofort erhältlich, die beiden größeren Systeme werden ab Dezember 1983 ausgeliefert. Die monatliche Servicegebühr für das ab November dieses Jahres verfügbare AS Information Center wird 22 500 Mark betragen.