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18.05.1984 - 

Software-Verlag will Kapital der deutschen Tochter aufstocken:

Ashton-Tate greift nach Europa

LONDON (VWD) - Der amerikanische Software-Verlag Ashton-Tate, hierzulande hauptsächlich durch das relationale Datenbankprogramm dBASE II bekannt, verstärkt sein Engagement in Europa.

Nachdem das Unternehmen Niederlassungen in Großbritannien und den Niederlanden installiert hat, wurde kürzlich die mit einem Grundkapital von zunächst 150000 Mark ausgestattete Ashton-Tate GmbH Frankfurt, gegründet, die neben dem deutschen auch den österreichischen und schweizerischen Markt betreuen soll.

Ashton-Tate-Geschäftsführer Georg Büchler erklärte, daß bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 1984/85 (31. Januar) eine Aufstockung des Grundkapitals auf 0,5 Millionen Mark geplant sei. Bis dann soll die derzeit aus 15 Mitarbeitern bestehende Belegschaft auf 20 vergrößert werden.

Als Umsatzziel für das erste Geschäftsjahr nannte Büchler acht Millionen Mark. Die amerikanische Muttergesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1983/84 bei Umsatzerlösen von knapp 40 Millionen Mark einen Reingewinn von 6,23 Millionen Mark. Auf europäische Märkte entfielen dabei bereits 17,5 Prozent der Umsätze, nachdem es 1981/82 gerade 0,4 Prozent waren.

Schon jetzt arbeite die GmbH mit Gewinn, meinte Büchler. Unter dem Aspekt der Erschließung des deutschen Marktes sei Ashton-Tate jedoch auch bereit, Vorleistungen zu bringen, also vorübergehende Verluste hinzunehmen. Unter den Anbietern von Mikrocomputer-Software sieht sich Ashton-Tate mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent weltweit auf Platz sechs. Marktführer ist nach Erkenntnissen des Unternehmens Microsoft (MS/PC-DOS, Multiplan etc.) mit 10,9 Prozent, gefolgt von Visicorp (Visicalc, Visi-On) mit 8,3 Prozent, Micropro (Wordstar) mit 8 Prozent, Digital Research (CP/M) mit 7,2 Prozent und Lotus (1-2-3) mit 6,3 Prozent.