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05.09.1997 - 

Verfügbarkeit und Stammdaten via Internet abrufen

Aspri bietet Online-Zugriff auf R/3-Datenbank

05.09.1997

Rund um die Uhr können Kunden die Verfügbarkeit abfragen, den Status ausstehender Lieferungen sowie Stammdaten, Kontostände, offene Posten und Aufträge einsehen. Dazu greifen die Nutzer mit einem üblichen Web-Browser wie "Netscape Navigator" oder "Microsoft Internet Explorer" auf die dynamischen SAP-R/3-Datenbank und nicht auf eine nur begrenzt aktuelle Exportdatei zu. Die Änderungen werden in Echtzeit im Originaldatenbestand übernommen.

Eine erste Installation läuft beim DV-Fachhandelsdistributor Prisma Express Hamburg GmbH. 100 Händler nutzen derzeit die Zugriffsmöglichkeit, davon 80 aus Deutschland, der Rest aus Österreich und der Schweiz. Geplant ist, bis Ende des Jahres alle rund 2500 Prisma-Händler ans Netz zu nehmen. "Performance-Probleme bei den operativen Systemen gibt es trotz direkten Zugriffs der zusätzlichen Web-Nutzer auf das R/3-System nicht", erklärt Ingo Hölters, Vertriebsdirektor bei Prisma Express. Nach dem ersten "etwas längeren" Anmeldevorgang aus dem Web, bei dem die entsprechenden Programm-Schnittstellen (BAPIs) geladen werden, seien die Antwortzeiten sogar kürzer als bei der Benutzung durch die SAP-Anwender im Haus. Als Grund dafür nennt er die gezielt für die Web-Verarbeitung entwickelten "schlanken Masken", bei denen nur etwa 10 Kbit Daten übertragen würden. Beim Zugang über R/3-Standardmasken (SAP-GUI) werden mehr als doppelt so viele Daten verschickt. Konkrete Erfahrungen über das R/3-Antwortzeitverhalten bei Belastungen durch größere Web-Nutzerzahlen liegen Hölters bisher jedoch nicht vor.

SAPWeb wurde auf Basis von SAPs "Internet Transaction Server" (ITS) entwickelt, der mit dem R/3-Release 3.1 verfügbar und laut SAP für eine Obergrenze von einer Millionen Transaktionen pro Tag ausgelegt ist. Die Walldorfer liefern mit dem ITS rund 25 "Internet Application Components" (IAC), die die Web-Fähigkeit von R/3-Transaktionen sicherstellen soll. Der Zugang zum Order-System erfolgt über eine Web-Site. Alle Datenbankanfragen bei Prisma laufen über einen sogenannten "Secure Server" und sind mehrfach durch Paßwörter geschützt. Sowohl die Anfrage als auch die Rückmeldung wird gemäß Internet-Standard S-HTTP verschlüsselt. Als weitere Barriere kommt ein Firewall "Onguard" von On Technology zum Einsatz.

Das System eignet sich laut Aspri sowohl für den Endkonsumenten- als auch den Business-zu-Business-Bereich. Für die Nutzer fallen bei dieser Lösung keine Kosten an, sie benötigen lediglich einen Internet-fähigen Rechner.