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11.10.1985 - 

"InfoMagier" macht Wissensbasen scheinbar zu Kristallkugeln:

Assoziationen sollen zu Logikschlüssen führen

MÜNCHEN (hö) - Als branchen- und anwendungsneutral stellt die Münchner Infora GmbH Ihr neues Software-System zur Informations- und Wissensverarbeitung vor, den "InfoMagier". In einem extrem verdichteten Nukleus von zirka 100 KB in der ersten Ausbaustufe sollen hier funktionale Merkmale und Nutzen konventioneller Endbenutzersoftware, integrierter Software der 4. Generation und wesentliche Disziplinen der Künstlichen Intelligenz miteinander verschmolzen sein.

Das System kann nach Angaben der Infora gleichzeitig in mehreren Sprachen implementiert werden und soll kontinuierlich in Richtung eines Übersetzungssystems ausgebaut werden. Die InfoMagier-spezifischen Wissensbasen beinhalten nach Aussage der Entwickler unter anderem Daten (ad hoc gespeichert oder in Datenbanken organisiert), Texte und ableitbares Wissen wie Formeln, Netzwerke sowie Objekt- und Ablaufbeschreibungen. Bei den externen Ressourcen handelt es sich im Sinne eines relationalen DBMS um beliebige Anwenderdatenbanken, die sowohl über Standard- als auch individualisierte Schnittstellen zugänglich gemacht werden können.

Das System, so sagt der Anbieter, werde zunehmend in der Lage sein,

aus dem explizit gespeicherten Wissen neues Wissen abzuleiten - per Assoziationen und Analogieschlüsse. Der "InfoMagier" eignet sich für den Einsatz als

- Data Dictionary,

- verallgemeinerte Wissensbasis,

- einheitliche und ergonomische Schnittstelle zu existierenden Anwendungen und Datenbanken,

- eigenständige, individualisierte Anwendung,

- Komponente einer Anwendung (zum Beispiel als Daten- und Texteditor, relationales DBMS Kalkulationsmodell),

- Entwicklungswerkzeug für Anwendungen und andere Objekte,

- endbenutzerorientiertes Expertensystem sowie

- Batchprogramm mit Parallelzugriff auf Online-Wissensbasen.

Ein besonderes Einsatzgebiet sieht der Anbieter darüber hinaus im externen Btx-Rechnerverbund. Hier soll das System für Transparenz des Informationsangebots sorgen und einen effizienten Zugriff auf die verfügbaren Seiten und Funktionen gewährleisten.

Der "InfoMagier" ist derzeit im Rahmen einer Pilotinstallation unter IBM/CICS implementiert. Der Plattenspeicherbedarf ist primär abhängig von Struktur und Umfang des zu speichernden Wissens und der Größe der Anlage. Er beginnt nach Angaben der Infora bei zirka 25 MByte im Großrechnerbereich. Die einmalige Lizenzgebühr für das voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November 85 verfügbare System wird sich - abhängig von der Systemumgebung und Konfiguration - für mittlere bis große Systeme zwischen 85 000 und 290 000 Mark bewegen.

Informationen: Infora GmbH, Ainmillerstraße 22, 8000 München 40, Telefon: 0 89/33 60 00.