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25.09.1992 - 

Netz-Server und Desktop mit Netzkarte

AST und Compaq offerieren PCs speziell für Netzsysteme

IRVINE/HOUSTON (IDG) - Bereits mit integrierter Netzkarte bietet Low-cost-Anbieter AST Research die Bravo-PCs an. Ein Modell der Billigreihe soll sich außerdem als Netz-Server eignen. Damit konkurrieren die Kalifornier mit dem Edel-Cloner Compaq, der zur Networld in Dallas Netz-Server präsentieren will.

Bei den Workstations-Herstellern gehört es längst zum guten Ton, die Netzkarte bereits auf der Mutterplatine installiert mitzuliefern. Jetzt gehen auch einige PC-Anbieter dazu über, den Rechner mit integriertem Netzanschluß anzubieten. So kann sich den Kauf einer Netzkarte sparen, wer beispielsweise einen AST-Rechner der Bravo-Serie ordert. Zudem will auch HP die neuen Rechner, die demnächst auf den Markt kommen, mit eingebauter Netzkarte anbieten.

Wie der US-Hersteller AST Research, Irvine, berichtet, soll das Modell "3N" der Bravo-Serie mit einer Ethernet-Karte ausgeliefert werden, die Netware, den LAN Manager, SCO Unix sowie Decnet unterstützt.

Netware wird nicht standardmäßig geliefert

Zudem will man für Großanwender auch kundenspezifische Konfigurationen mit anderen Netzkarten erstellen, etwa für Token-Ring-LANs, erläutert John Sicola, Produkt-Marketing-Manager der Bravo-Familie. Wie es weiter heißt, seien die Kalifornier jedoch davon abgekommen, Novells Netzbetriebssystem Netware gleich in den Lieferumfang aufzunehmen. Dieses Geschäft wolle man den Händlern nicht wegnehmen, so die Erklärung.

Neben dem 3N-PC besteht die überarbeitete Bravo-Palette zudem aus zwei weiteren Diskless-PCs. Das Modell 123B wird mit einem Super-VGA-Display, einer 120-MB-Festplatte, 4 MB Arbeitsspeicher und 1 MB Video-RAM einschließlich Windows 3.1 angeboten. Die Rechner sind mit 386- (33 Megahertz), 486SX- (25 Megahertz) oder 486-Prozessor (33, 25/50 oder 33/60 Megahertz) erhältlich.

Als Server positioniert das Unternehmen den High-end-PC 213W. Die technische Ausstattung besteht aus einer 210-MB-Festplatte, 8 MB Arbeitsspeicher, 1 MB Video-RAM sowie Windows 3.1. Je nach Bedarf läßt sich eine 486DX-CPU (33 Megahertz) oder ein 486DX-2-Prozessor (25/50 sowie 33/66 Megahertz) implementieren. Die Preise liegen zwischen knapp 1000 Dollar für einen 386er Diskless-PC und zirka 3400 Dollar für den 213W-Server mit 66-Mhz-486DX-2-Prozessor.

Ebenfalls mit einem Double-Clock-Chip 486DX-2 (intern 66 Megahertz) stattet Compaq einen Server aus, der im Oktober 1992 auf der Networld in Dallas vorgestellt werden soll. Zu erfahren war nur, daß der Rechner soft- und hardwareseitig über Funktionen verfügen soll, die die Netzadministration erleichtern. Ein Raid-Subsystem ist der Mitteilung zufolge nicht integriert. Der Preis soll unter 5000 Dollar betragen.

Ferner kündigt das Unternehmen aus Houston, Texas, einen High-end-Server mit zwei 486DX-2-CPUs (66 Megahertz) an, der bereits für die Installation des P5-Chips vorbereitet sei. Der Rechner soll für weniger als 20 000 Dollar zu haben sein und auf einer neuen Version der Compaq-spezifischen Flex-Architektur basieren. Dabei handelt es sich um ein getrenntes Bus-System für Prozessoren und Speicher. Der Prozessor-Bus überträgt die Daten mit einer Geschwindigkeit von 64 Bit/s. Der Memory-Bus arbeitet mit einer Transferrate von 128 Bit/s. Zudem soll bei beiden Systemen eine verbesserte Version der Software "Insight Manager" zur Verfügung stehen.