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20.12.1996 - 

Zum JahrswechselDV-Esoterik

Astrologische Sonnenzeichen für Computerfreaks

Der Mainframe 21. März bis 20. April

Er lebt nach der Devise: Der Master hat immer recht. Aufopfernd sorgt er für seine Klienten oder wer sonst Hilfe braucht. Der Mars-Geborene steuert geradewegs auf sein Ziel zu - Flexibilität ist nicht seine Stärke.

Fühlt er sich ungerecht behandelt, reagiert der Mainframe auf die einzige Art, die er kennt: Jammern und so viel Wirbel verursachen, bis sich die Umwelt um des lieben Friedens willen anpaßt. Ein naives und verwundbares Baby! Doch unbändige Kraft und ein gewisses Maß an Egozentrik lassen ihn seinen Weg gehen.

An der Form ist er leicht zu erkennen: Sowohl der IBM-Mainframe als auch die Kompatiblen kommen breitschultrig daher. Ihre Gestalten drücken höchsten Rang und großes Selbstvertrauen aus. Verwundbar ist der Mainframe oft wie ein Kind - aber hilflos, nie.

Das Terminal 21. April bis 21. Mai

Das herausstechendste Merkmal des Terminals ist seine Passivität, die bis zur Sturheit reichen kann. Eine einmal übernommene Aufgabe erledigt es unbedingt und in jedem Fall. Es beschäftigt sich gern mit Zahlen und Buchstaben Bildergeschichten steht es verständnislos gegenüber.

Der Terminal-Geborene ist geduldig und häuslich - Ausflüge in fraktale Welten geben ihm nichts. Sein Schreibtisch ist sein Castle. Dafür ist sein Handeln stetig und voraussehbar: Wenn man es aufruft, wird es sich melden. Dank seiner robusten Natur läßt das Terminal auch bei Belastung keine Nervosität aufkommen. Anfälligkeit für Störungen kennt es praktisch nicht.

Es liebt die Bequemlichkeit und betreibt keinen Aufwand für eine sprühende Popularität. Allerdings imponiert ihm Größe: Je stärker ein Mainframe, desto mehr ist es davon fasziniert.

Das Modem 22. Mai bis 21. Juni

In der Brust des Modems schlagen immer zwei Herzen: Modulation oder Demodulation, Daten oder Töne. Es ändert schnell seine Meinung. Wer ihm folgen will, muß sich beeilen. Flüchtig wie sein ihm zugeordnetes Metall, das Quecksilber, verbreitet es nervöse Energie. In der Regel spricht das Modem schnell und hört noch fixer zu. Es weiß immer, wo es steht und zeigt wenig Geduld mit unentschlossenen Zauderern. Alle Modems telefonieren leidenschaftlich gern und erledigen dabei jedermanns Probleme. Die Statur ist kleiner und graziler als der Durchschnitt. Seine Konturen sind scharf, wie aus einer Kamee geschnitten. Die Luft ist sein Element und wirkliches Zuhause, nicht der Schreibtisch. Bei all seiner Rastlosigkeit ist das Modem jedoch nur auf der Suche nach einem verborgenen Ideal: der Glasfaser.

Der Bildschirm 22. Juni bis 23. Juli

Am liebsten hat er Dunkelheit, dann strahlt sein Licht am hellsten. Er liebt die Aufmerksamkeit und läßt sich gern betrachten. Wird er falsch angesprochen, zieht er sich beleidigt zurück und knipst sein Licht aus.

Während der Arbeit zeigt der Monitor tausend Gesichter. Die visuelle Darstellung ist seine Stärke. Dabei ist die Bildsprache so intensiv, daß man sie fast spüren kann ("look and feel"). Wie Kameras oder Spiegel nimmt der Monitor Bilder auf und reflektiert sie ergeben. Dabei urteilt oder wertet er nicht, er sammelt, absorbiert und stellt dar.

Großzügigkeit ist ihm eigen, jedoch verschwendet er seine Gaben nicht: Über 21 Zoll geht er nur im Notfall hinaus, und eine Auflösung von 1600 mal 1200 Pixel zeigt er nur, wenn er muß.

Der Prozessor 24. Juli bis 23. August

Prozessoren sind niemals introvertiert, sie lieben es zu (be)lehren. Als guter Organisator verteilt die CPU weise die Pflichten. Sie betrachtet sich als König der Hardware und versucht die anderen Komponenten zu dominieren, oft mit arrogantem Stolz. Langweilige Gleichförmigkeit ist dem Prozessor ein Greuel.

Doch trotz aller Umtriebigkeit steckt er oft faul in seinem Sockel. Dabei verteidigt er seine Würde mit aller Rechenkraft, die er besitzt. Steht er als Hauptprozessor nicht im Rampenlicht, versucht er, beispielsweise als Koprozessor das Heft in die Hand zu nehmen. Raffiniert und scharfsinnig erzählt er den anderen, wie sie ihr Leben zu leben haben. Er ist der Meister der einfachen Sprache und fühlt sich überlegen! Dabei besitzt er ein empfindliches Ego: Erhöht sich die Taktfrequenz seines Herzens, fängt er schon mal an zu qualmen.

Der Personal Computer 24. August bis 23. September

Der PC ist der klassische Einzelgänger. Obwohl er manchmal auch im Team gut zurechtkommt, liebt er das Bad in der Menge nicht. Ausgestattet mit einem großen Selbstvertrauen ist er doch von praktischer Natur und träumt keine unrealistischen Träume.

Er liebt die Pünktlichkeit genauso wie die Wirtschaftlichkeit. Und er ist kritisch: Verändert sich etwas, bemerkt er es sofort. Das hat mancher schon zu spüren bekommen. Der PC hat nämlich eines gelernt: Er kann nein sagen und tut dies oft auf drastische Art und Weise.

Daß er gut rechnen kann, liegt an seinem Planeten Merkur, in der griechischen Mythologie der Gott der Kaufleute. In der Regel sind PCs ausdauernde Arbeiter, die nicht viel Lärm machen. Selten begeht er Fehler, denn er begibt sich ungern in die Abhängigkeit von anderen. Zu erkennen ist er an seinen Lieblingsfarben grau und beige.

Die Datenbank 24. September bis 23. Oktober

Datenbanken sind ordnungsliebende Geschöpfe. Unberechtigte Zugriffe sind ihnen ebenso ein Greuel wie unklare Befehle. Sie wägen ab und vergleichen, kennen keine Vorurteile und können jede Seite nachempfinden: immer auf der Suche nach der gespeicherten Wahrheit. Die Datenbank bewegt sich gerne in Gesellschaft. Nur wenn zu viele Menschen auf sie zukommen, schreckt sie zurück.

Der Datenbank-Geborene liebt Geschriebenes, am meisten in digitaler Form. Dank der ausgeprägten Fähigkeit zum logischen Argumentieren lassen sich mit der Datenbank Strategien und rationale Pläne gut verwirklichen: Sie betrachtet ein Problem von allen Seiten. Dieses Abwägen und Durchspielen aller Möglichkeiten kann Entschlußfreudigere, wie etwa Modems, zur Verzweiflung treiben. Dabei strebt die Datenbank nach Harmonie und erwartet dafür nur eines: Geduld.

Der Drucker 24. Oktober bis 22. November

Drucker sind unter dem Einfluß des Planeten Pluto geboren - und der regiert bekanntlich die Kernkraft. Entsprechend elektrisierend ist ihre Vitalität. Mancher Matrixdrucker arbeitet rund um die Uhr und gibt Berge von Papier aus, ohne eine Miene zu verziehen.

Apropos Miene: Drucker tarnen sich gern. Stoisch verrichten sie ihre Arbeit und reagieren weder auf Lob noch auf Tadel. Wie es innen aussieht, geht keinen etwas an. Und dort drinnen kann ein Reaktor brodeln. Man kennt die Spielarten, die als Laserprinter oder Thermosublimationsdrucker unsere Büros bevölkern. Außen kühl und kontrolliert, innen kocht explosive Leidenschaft. Hinter der unscheinbaren Fassade verbirgt sich oft ein brillanter Geist.

Der Drucker-Geborene kennt sich selbst sehr genau - mit allen Stärken und Schwächen. Seine Reaktionen bleiben auf ein Minimum beschränkt: Er gibt nur die nackten Tatsachen aus, dies allerdings schonungslos.

Selbst wenn er ohne Papier dasteht, geht nichts verloren: Sein Speicher merkt sich alles.

Die Festplatte 23. November bis 21. Dezember

Festplatten lieben die Gefahr. Wenn der Schreib-Lese-Kopf ganz knapp über die Plattenoberfläche zischt, dann sind sie in ihrem Element. Und wenn das auch noch schnell passiert, dann jubeln sie: Nichts bereitet ihnen mehr Spaß als die Geschwindigkeit. Sie suchen im Leben die Herausforderung. Die im Zeichen der Festplatte Geborenen verfügen über ein gutes Gedächtnis. Extrovertiert wie sie sind, liefern sie aus ihrem Fundus unermüdlich Daten und Fakten. Mit Ratschlägen geizen sie nicht. Die Festplatte ist beliebt bei jedermann. Die unter Jupiters Einfluß Geborenen können ein hohes Alter erreichen: MTBF-Zeiten von 800000 Stunden sind keine Seltenheit.

Der Hauptspeicher 22. Dezember bis 20. Januar

Der Hauptspeicher ist immer auf der Suche nach dem sozialen Aufstieg. Erfolg geht ihm über alles. Er weicht kein Bit von seinem Weg ab. Dabei geht er mit eiserner Disziplin und großer Ausdauer zu Werke.

Der Hauptspeicher hat kein Problem mit Autoritäten Pflicht und Verantwortung akzeptiert er ohne Vorbehalt. Obwohl er anderen gern den Vortritt läßt, kommt er meist zuerst an. Er weiß um seine Wichtigkeit: Kein Programm kann ohne seine Hilfe ausgeführt werden, ohne ihn läßt sich nichts berechnen. Und von ihm und seiner Größe hängt die Schnelligkeit des ganzen Systems ab. Sein Planet ist Saturn, der Gott des Landbaus, unter dem in der Sage die Menschheit das Goldene Zeitalter erlebten. Benutzer von Microsoft-Programmen können dies bestätigen: Je größer der Hauptspeicher, desto goldiger läuft die Software.

Das Internet 21. Januar bis 19. Februar

Das Zeitalter des Internet ist angebrochen, was können wir davon erwarten? Internet-Geborene sind gut für Überraschungen: Halb Mickymaus, halb Albert Schweitzer. Sie interessieren sich für alles und jeden.

Das Internet ist ein Revolutionär: Althergebrachtes bedeutet ihm nichts oder nur so viel, als es die Fehler bemängelt und für die Abschaffung plädiert. Es fühlt sich sicher in der Menge, sucht aber von Zeit zu Zeit die Isolation. Dann schweift es genüßlich durch den Äther - die Luft ist sein geistiges Element. Individualität und Toleranz sind die Trümpfe, die seiner Meinung nach stechen.

Im Grunde sind die Internets Realisten, die den Gegenstand ihres Interesses genau analysieren - und dennoch an den Regenbogen glauben, auf dem sie leben.

Das Betriebssystem 20. Februar bis 20. März

Das Betriebssystem ist das zwölfte Sonnenzeichen, mit ihm schließt sich der DV-Kreis. Deshalb trägt es auch Züge aller Vorgänger in sich. Es ist weise und versteht die Probleme der DV-Welt. Kein Rechner kommt ohne es aus. Denn es ist zuständig für die Basisaufgaben: Es steuert und kontrolliert alle Peripheriegeräte und liebt jedes Anwendungsprogramm.

Die unter dem Zeichen von Neptun Geborenen können fast jede Gestalt annehmen: Multiuser, Multiprocessing, Multitasking, Multithreading oder Realtime. Betriebssysteme sind Künstler, sie fließen mit dem Strom und scheren sich nicht um morgen. Das Rechnerleben ist ihre Bühne. Dabei müssen Betriebssysteme bei ihren vielfältigen Aufgaben hervorragende Organisatoren sein, und sie sind es auch.