Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.04.1989 - 

Niederländer ziehen sich immer mehr aus Telekom-Geschäft zurück:

AT&T erhöht Anteile an Philips-Venture

NEW YORK (CW) - AT&T greift mehr und mehr in das europäische Telekom-Geschehen ein. Im Rahmen seiner Italien-Pläne - AT&T ging gerade eine Allianz mit Italtel ein- steigerte der amerikanische Telefonriese jetzt seinen Anteil an dem seit 1984 bestehenden Telekommunikations-Joint-venture mit Philips auf 85 Prozent.

Vor fünf Jahren startete AT&T den Versuch, über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Philips in den europäischen Telekommunikationsmarkt zu gelangen. Mit Anteilen zu je 50 Prozent hoben die beiden Unternehmen die AT&T-Philips Telecommunications BV (APT), mittlerweile in Network Systems International BV (NSI) umbenannt, aus der Taufe. Diese US-niederländische Gesellschaft produziert seitdem öffentliche Vermittlungs- und Übertragungstechnik für den europäischen Markt.

Die geschäftliche Entwicklung verlief indes bislang eher bescheiden. Nach vier Verlust-Jahren konnte die NSI erstmals 1988 geringe Gewinne bei einem Umsatz von 562 Millionen Dollar verzeichnen. Philips zieht sich aber mittlerweile immer mehr aus dem Venture mit AT&T zurück. Bereits im Januar 1988 reduzierte der niederländische Elektronikkonzern seinen Anteil auf 40 Prozent. Jetzt kamen die beiden Unternehmen überein, daß AT&T weitere Philips Anteile an NSI aufkauft, so daß die Amerikaner fortan mit 85 Prozent an dem Venture beteiligt sind.

Für AT&T bildet die neuerliche Aufstockung seiner NSI-Anteile die Plattform für den geplanten Sprung in den italienischen Telekom-Markt. Im Februar kam der US-Konzern mit der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft Italtel überein, eine Partnerschaft einzugehen mit dem Ziel, gemeinsam öffentliche und private Vermittlungs- und Übertragungstechnik zu entwickeln und in Italien, Europa sowie den USA zu vertreiben. Insider erwarten nun daß die Amerikaner als Gegenleistung für Italtels Zuschlag (auch Siemens war an einer Allianz mit den Italienern interessiert gewesen) die hinzugekauften 25 Prozent an NSI: an die Itatel-Muttergesellschaft Stet veräußern werden.