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06.06.1986 - 

Um Dominanz auf Telekommunikationsmarkt vorzubeugen:

AT&T muß die Gebühren erneut senken

WASHINGTON (CWN) - Zum zweiten Mal binnen vier Wochen muß der amerikanische Kommunikationsriese AT&T die Gebühren für sein Dienstleistungsangebot senken. Um den Telekommunikationsmarkt vor der Dominanz einiger gewaltiger Unternehmen zu bewahren, hat die Federal Communications Commission (FCC) bestimmte Gewinnmargen festgesetzt. die AT&T jetzt zu Nachlässen von insgesamt 450 Millionen Dollar zwingen.

Bereits Ende April sollte mit einer angekündigten Gebührensenkung von 1,5 Milliarden Dollar den niedrigeren regionalen Tarifen Rechnung getragen werden, die am 1. Juni in Kraft getreten sind. Als E 14. Mai die National Exchange Carrier Association (NECA)

allerdings nochmalige Gebührenkürzungen vorschlug, mußte AT&T befürchten, die Gewinne um mehr als die vorgegebenen 12,75 Prozent zu steigern, selbst unter Berücksichtigung der 1,5 Milliarden Kürzungen im April.

Daraufhin wurde AT&T von der FCC aufgefordert, entweder weitere Nachlässe zu gewähren oder aber für das Unterlassen eine Berechtigungsgrundlage anzuführen. Eine Reaktion der FCC auf die jetzt vorgeschlagenen Preisminderungen war noch nicht zu vernehmen.

Andere Anbieter vergleichbarer Leistungen würden durch den Vorstoß von AT&T zwangsläufig unter Druck geraten, gab Michael Killen, Präsident des Marktforschers Strategic Inc., zu bedenken. MCI habe bereits Preissenkungen angekündigt. Für Unternehmer und Verbraucher brächten Reduzierungen um durchschnittlich zehn Prozent indes erhebliche Vorteile.

Letzten Informationen zufolge plant AT&T die Long Distance Service Tarife während der Tages- und Abendstunden um 13,8 Prozent, an Wochenenden um fünf Prozent zu senken. Der Wats-Service soll demnach 15,2 Prozent und der AT&T 800 Service 12,2 Prozent weniger kosten. Für Megacom erwartet man Gebührensenkungen um 15,1 Prozent. Im Mittel liegen die jetzt anvisierten Preisnachlässe um 2,5 Prozent über den im April angekündigten.

Ferner will das Unternehmen nun auch die Preise für die Benutzung seiner Software Defined Network reduzieren. Im April hatte AT&T schon eine Kürzung um 6,6 Prozent durchzusetzen versucht, die aber dann auf 6,8 Prozent korrigiert wurde.

Die vorgesehene Gewinnmarge zu überschreiten, lohnt sich einem AT&T-Sprecher zufolge nicht, weil das Unternehmen unweigerlich verwaltungstechnischen Unwägbarkeiten zum Opfer fiele. Außerdem entstünden aus zu leistenden Rabattzahlungen zusätzliche Kosten.