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24.09.1993

AT&T, Telekom, Meganet, Info AG und Konsorten

Das Geschaeft mit Netzdiensten blueht - national wie international. Dieser Eindruck draengt sich im Wirrwarr fast taeglicher Meldungen und neuer Schlagworte auf. Dabei geht jedoch fast ein bisschen unter, dass hier ein Marktsegment bislang hauptsaechlich aufgrund von Erwartungen und Prognosen boomt.

Stichwort "Allianzen": Die Elefantenhochzeit zwischen British Telecom (BT) und MCI sowie die geplante Uebernahme von McCaw durch AT&T haben aller Voraussicht nach fuer eine vorentscheidende Weichenstellung im nordamerikanischen Markt gesorgt - sowohl in der Mobilkommunikation als auch beim Facilities Management. Nicht zum ersten Mal stellt sich daher in diesem Zusammenhang die Frage: Was macht die deutsche Telekom?

Nachdem die politisch verordnete Zwangsehe mit France Telecom nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, ist man in Bonn nach wie vor auf der Suche nach dem "grossen Bruder". Wollen taeten sie schon, die Mannen um Helmut Ricke, aber sie duerfen halt (noch) nicht - beispielsweise mit AT&T, wo man in so manchem GUS-Projekt bereits zarte Bande geknuepft hat.

Stichwort "Wirtschaftlichkeit": Vom Nutzen fuer den Anwender einmal ganz abgesehen: All die Publicity, die das Netzwerk-Outsourcing beziehungsweise Facilities Management bisher eingeheimst haben, aendert nichts daran, dass in diesem Business bis dato so gut wie nichts verdient wird - auch wenn die offizielle Lesart eine andere ist.

Dies gilt fuer die derzeitigen internationalen "Major Player" wie BT ebenso wie fuer die Telekom und insbesondere auch fuer die diversen privaten Anbieter im deutschen Markt. Besetzung neuer Maerkte durch Investieren in teure Netztechnologie heisst hier das Gebot der Stunde, subventioniert durch Einnahmen aus dem Telefondienstmonopol oder aus der "Privatschatulle" finanzkraeftiger Gesellschafter.

Stichwort "Corporate Networks": Kaum ein Networking-Begriff erfreut sich derzeit groesserer Beliebtheit - abgesehen von kuenftigen Standard ATM, und beide stehen miteinander in einem Zusammenhang. Nun sind unternehmensweite Netze im Prinzip nichts neues; erst recht nicht der Wunsch nach mehr Autonomie im eigenen Netz.

Die derzeitige Aufgeregtheit ist also lediglich das Ergebnis einer weiteren Liberalisierung und den sich daraus abzeichnenden technischen Perspektiven einer kombinierten Sprach- und Datenuebertragung. Dabei ist man dann allerdings sehr schnell wieder bei den ATM und den Standard notwendigen weiteren Investitionen. Was in dieser Frage fuer die Anwender gilt, trifft jedoch in besonderem Masse auch fuer die Anbieter von Netzdiensten zu: Von ATM zu reden, ist eine Sache, es wirtschaftlich einzusetzen, eine (bis auf weiteres) andere.