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2300 Arbeitsplätze fallen weg


26.10.2001 - 

AT&T und BT begraben ihr Joint Venture "Concert"

MÜNCHEN (CW) - Was schon seit Monaten in der Branche erwartet worden war, ist nun amtlich: AT&T und British Telecom (BT) lösen das defizitäre Joint Venture Concert auf. Rund 2300 Arbeitsplätze fallen weg.

Als Concert 1998 gegründet wurde, verfolgten die Konzernlenker ehrgeizige Pläne. Das Joint Venture sollte Unternehmen weltweit Dienstleistungen für den Sprach- und Datenverkehr anbieten. Rund 230 Kunden, darunter Großanwender wie Visa oder Barclays Bank, konnte man gewinnen. Doch der harte Wettbewerb, verbunden mit einem wachsenden Preisdruck, machten alle Hoffnungen zunichte. Für das laufende Jahr rechnete das Gemeinschaftsunternehmen mit Nettoverlusten in Höhe von rund 800 Millionen Dollar.

Nun haben AT&T und BT das Ende von Concert beschlossen. Das Konzernvermögen wird aufgeteilt, ebenso Schulden und Verbindlichkeiten. So sollen sämtliche Netze und Organisationen in Europa wieder in den BT-Konzern eingegliedert werden; Vermögensteile in den USA übernimmt AT&T.

Für Einheiten außerhalb dieser Regionen vereinbarten die Unternehmen, dass der einstige Partner jeweils die Netzinfrastruktur des anderen nutzen darf. Auf diese Weise könnten weiterhin globale Netzdienste offeriert werden. Dies gilt beispielsweise für die kanadische Concert-Organisation, die in den Besitz von AT&T übergeht.

Im Rahmen der Aufteilung zahlt AT&T innerhalb der nächsten zwei Jahre mindestens 370 Millionen Dollar an BT. Bis zu 2300 der insgesamt 6300 Concert-Arbeitsplätze könnten der Auflösung zum Opfer fallen. Die übrigen Mitarbeiter sollen bei den Partnern weiterbeschäftigt werden. BT übernehme etwa ein Drittel der ursprünglichen Belegschaft. Die Auflösung des Joint Ventures ist Teil einer umfassenden Restruktuierung des hochverschuldeten BT-Konzerns. Festnetz- und Mobilfunksparten sollen künftig als eigenständige Organisationen agieren.