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Tochterunternehmen Advance gegründet

AT&T und BT schmieden weltweite Mobilfunkallianz

24.09.1999
MÜNCHEN (CW) - AT&T und British Telecom (BT) vertiefen ihre Partnerschaft. Die beiden Carrier haben die strategische Allianz "Advance" ins Leben gerufen, die multinationalen Unternehmenskunden und vielreisenden Managern einheitliche Mobilfunkdienste zur Verfügung stellen soll.

Die beiden TK-Anbieter unterhalten derzeit zusammen Mobilfunknetze in 17 Ländern, unter anderem sind die Briten zu 45 Prozent an dem E2-Netz der Viag Interkom beteiligt. Zusammen weisen sie eigenen Angaben zufolge einen weltweiten Kundenstamm von 41 Millionen Anwendern auf.

Die zur Zeit noch getrennt betriebenen Netze sollen nun unter dem Dach der Advance-Gruppe zusammengeführt werden. Die gemeinsame Tochter wird ihren Kunden eine einheitliche Rechnung zustellen, neue Dienste anbieten und weltweite Erreichbarkeit anstreben, indem Roaming-Abkommen mit anderen Betreibern von Mobilfunknetzen vereinbart werden.

Dabei gilt es allerdings neben organisatorischen auch technische Hürden zu nehmen. Weltweit gibt es keine einheitlichen Mobilfunkverfahren. So nutzen die europäischen und viele asiatische Länder den GSM-Standard (GSM = Global System for Mobile Communications), wohingegen in Nord- und teilweise auch in Südamerika die Lösung Time Division Multiple Access (TDMA) verwendet wird. Die gleiche Situation spiegelt sich nun in dem britisch-amerikanischen Joint-venture wider. AT&T und BT setzten daher auf den Mobilfunkstandard der dritten Generation, der beide Techniken zusammenführen wird. Gegenüber den Herstellervereinigungen und den Standardgremien werden beide künftig eine gemeinsame Position vertreten.

Des weiteren wollen die Partner, die schon im Juli eine strategische, von den Regulierungsbehörden jedoch noch nicht genehmigte Allianz für weltweite TK-Dienste vereinbart haben, Wissen, Erfahrungen und Mitarbeiter austauschen. Investitionsvorhaben werden in Zukunft abgesprochen, um günstigere Konditionen aushandeln zu können.

Die Börse reagierte auf die Mobilfunkallianz mit Kursanstiegen für beide Beteiligten. Einige Investoren wagten sogar die Prognose, diese Vereinbarung sei ein Vorbote für eine künftige Verschmelzung beider Carrier. Weniger euphorische Analysten werteten die vertiefte Partnerschaft lediglich als Antwort auf die Gespräche zwischen den Mobilfunkgrößen Vodafone und Airtouch, die ebenfalls eine weltweite Versorgung der Handy-Kunden anstreben.