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22.12.1989 - 

Drastische Eingriffe im Bereich "Network Services"

AT&T: Weitere Entlassungen sollen den Kostenanstieg bremsen

NEW YORK (CW) - Die Entlassungswelle bei AT&T rollt weiter: 8500 Stellen sollen vor allem in der Divison für Fernübertragungsnetze 1990 gestrichen werden, gab das Unternehmen jetzt bekannt.

Der Plan zur Kostenreduzierung betrifft vor allem US-Standorte; in Europa will AT&T Mitte der neunziger Jahre 20 Prozent ihres Gesamtumsatzes generieren, weshalb die hiesigen Niederlassungen und Töchter wohl weitgehend ungeschoren davonkommen werden.

6000 der bevorstehenden Jobkürzungen, so AT&T-Offizielle auf einem Analystentreffen, gehen auf das Konto der Netzservices; der Bereich Material Management werde um 1400 Stellen beschnitten, die Business Communications und die General Business Systems hätten eine Reduzierung um 700 beziehungsweise 463 Jobs zu befürchten. "Der Löwenanteil der Kürzungen bei den Network Services", so AT&T-Sprecher Burke Stinson, resultiert aus der Umstellung der Betriebsausrüstung von analogen auf digitale Systeme. Dieser Bereich ist nach Stinsons Angaben im vergangenen Jahr durch die Übernahme des Personalstamms der britischen Istel Ltd. um 2000 auf 17 000 bis 18 000 Stellen ausgeweitet worden.

Eine noch weit größere Zahl von Entlassungen, so das Wall Street Journal, erwarten unternehmensnahe Kreise infolge der noch ausstehenden Kostenreduzierungspläne großer Bereiche wie der Network Systems Divison und der Microelectronics Division.

Mit Ablauf dieses Jahres wird AT&T nach eigenen Angaben etwa 25 000 Stellen gestrichen haben. Trotz Early-Retirement-Programmen und natürlicher Fluktuation seien einige Tausend dieser Kürzungen als Entlassungen vorgenommen worden. 12 000 Angestellte des mittleren Managements werden bis Jahresende freiwillig ausgeschieden sein. AT&T bezifferte die Kosten hierfür auf 150 Millionen Dollar vor Steuern.

Insgesamt werden die Aufwendungen für den Overhead von AT&T durch die Kürzungen allein im Telefonbereich um jährlich eine Milliarde Dollar sinken, schätzen Analysten. Sie vertreten allerdings die Ansicht, der Kommunikationsriese müssen seine Betriebskosten in mindestens doppelt so hohem Maße senken, um weiteren Raumgewinn der Konkurrenz zu verhindern. Seit 1984 hat AT&T zum Beispiel bei der Fernvermittlung Marktanteile in Höhe von 20 Prozentpunkten verloren und liegt jetzt nur noch bei 70 Prozent. Bei der Hardware sorgte der Preisverfall für einen Umsatzrückgang um vier Prozent.