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12.09.1997 - 

Börsenspot

AT&T: Wiederentdeckung lohnt sich

Von Arnd Wolpers*

Im Gegensatz zu vielen europäischen Aktienmärkten, wo Telefongesellschaften die Hausse anführen oder sich zumindest parallel zum haussierenden Markt entwickeln, belegen in Wallstreet die klassischen US-TK-Werte die hinteren Ränge. Einem Anstieg des "Standard & Poors Index 500" von mehr als 25 Prozent in diesem Jahr steht ein Plus des Branchenindex Telekommunikation von lediglich acht Prozent gegenüber. Schwergewichte wie AT&T rutschten in der Spitze von 42 auf 31 Dollar ab. Auch der jüngste Kursanstieg auf 41 Dollar führte noch nicht in die Gewinnzone zurück.

Hintergrund der enttäuschenden Kursentwicklung der Branche ist die sich abzeichnende Verschärfung des Wettbewerbs in den USA. Die 1984 von AT&T abgespaltenen Baby-Bells verfügen heute noch über Quasi-Monpole in ihrer jeweiligen Region. Der 1996 verabschiedete "Telecommunication Act" sieht jedoch bekanntlich die Trennung zwischen lokalen und überregionalen Carriern, Kabelanbietern und Medienunternehmen vor. Die Verhandlungen über die Tarife für die Durchleitung respektive Netzzusammenschaltung sind indes schwierig und münden nicht selten in eine Anrufung der Aufsichtsbehörde FCC oder in gerichtliche Auseinandersetzungen. Dennoch ist schon jetzt absehbar, daß Branchenführer AT&T bei den Ferngesprächen binnen der nächsten fünf Jahre rund 25 Prozent Marktanteil verlieren dürfte - ein Minus, das durch die Zuwächse im Ortsnetzbereich kaum ausgeglichen wird. Diese sich abzeichnende Gewichtsverschiebung zuungunsten der Long-Distance-Carrier und eine bis dato eher halbherzige Internationalisierungsstrategie hatten zur Folge, daß sich vor allem institutionelle Anleger von AT&T verabschiedet haben. Mit 59 Cent Gewinn je Aktie im zweiten Quartal 1997 fiel der Ertrag allerdings nicht so schlecht aus, wie die Analysten ursprünglich erwartet hatten. Im Zuge der Branchenrotation sollte die AT&T-Aktie daher auf ihrem reduzierten Niveau wiederentdeckt werden.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere kursschwankungen gekennzeichnet.