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27.03.1987 - 

Trotz Mega ST und Laserdrucker:

Atari macht MS-DOS-Mode mit

Die Atari Deutschland GmbH präsentierte drei neue Produkte, die den amerikanischen Anwendern bereits im Januar vorgestellt wurden: den Mega ST, den Laserdrucker SLM und einen MS-DOS-kompatiblen Low-end-PC.

"Mit unserer ST-Reihe peilen wir den Bereich Büroorganisation an, insbesondere die Textverarbeitung. Dort sind wir schon sehr stark", meint Alwin Stumpf, Geschäftsführer der Atari Deutschland GmbH. Vor allem in Universitäten und bei OEMs rechnet der Atari-Chef mit guten Absatzchancen, denn "für vergleichbare Leistung zahlen die Leute richtiges Geld".

Der Mega ST wird in drei Ausbaustufen mit 1, 2 und 4 MB RAM angeboten. Die kleinste Version kostet mit 2500 Mark rund 500 mehr als der ST 1040. Die wesentliche Veränderung gegenüber dem 1040: Die CPU und das Diskettenlaufwerk sind nicht mehr im Tastaturgehäuse untergebracht; sie sind eine eigenständige Einheit geworden. "Das Anschlaggefühl der bisherigen Tastatur war zu schwammig", bekennt Stumpf. Die neue sei eine "echte Vielschreibertastatur".

Mit dem Mega ST und dem neuen Laserdrucker SLM will Atari in den Desktop-Publishing-Markt einsteigen. Der Drucker hat eine Auflösung von 300 Punkten pro Zoll und gibt laut Hersteller bis zu acht Seiten in der Minute aus. Er arbeite allerdings ohne eine Seitengestaltungs-Software wie Postscript. Da der SLM direkt auf den Hauptspeicher des ST zugreift und einen Teil von dessen Rechenkapazität nutzt, empfiehlt der Hersteller für Grafikanwendungen einen Mega ST mit mindestens 2 MB RAM. Denn eine komplette Seite belegt bereits 1 MB. Der Preis des SLM soll bei etwa 3000 Mark liegen.

Mit dem Atari PC will das Unternehmen jetzt auch im MS-DOS-Markt mitmischen. Ausgestattet ist der Rechner mit 8088-CPU (4,77/8 MHz), 512 KB RAM, 360-KB-Laufwerk (51/4 Zoll) und verschiedenen Grafikmodi. Kommentiert Stumpf.- "Wir sind der Meinung, daß weiße Computer besser sind, aber wenn 75 Prozent des Marktes glauben, schwarze seien besser, bauen wir auch die." Mit Auslieferungen sei allerdings frühestens im Sommer zu rechnen. Stumpfs Preisvorstellung: 1798 Mark, "aber da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen". Ein Gerät, das sich äußerlich nicht von dem Atari PC unterscheidet und ihm auch technisch sehr verwandt ist, präsentiert Commodore für 1295 Mark.

Wenig Begeisterung für den neuen PC demonstriert auch Atari-Boß Jack Tramiel: "Wir glauben nicht, daß es eine gute Maschine ist, aber die Anwender wollen sie."