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Auch Banyan sagt Unterstuetzung zu Novell akzeptiert Microsofts neues Verzeichnisdienste-API

21.07.1995

FRAMINGHAM (IDG) - Microsofts Arbeiten an einer systemuebergreifenden Schnittstelle fuer Verzeichnisdienste scheinen von Erfolg gekroent zu werden. Nicht nur die abgeschlossene Entwicklung von zwei der vier Interfaces, sondern vor allem die Reaktion des Rivalen Novell spricht fuer eine positive Markteinfuehrung. Die Nummer eins des Netzwerkgeschaefts bekundete Interesse an dem Produkt des Platzhirschen im PC-Software-Verkauf. Als weiteres Schwergewicht aus dem Netzwerk-Betriebssystem-Markt kuendigte zudem Banyan Unterstuetzung an.

Entwickler in den Microsoft-Labors arbeiten derzeit an einem Open Directory Service Interface (ODSI), das Netzwerk-Administratoren die Moeglichkeit verschaffen soll, von einer Konsole aus verschiedene Netzwerk-Verzeichnisdienste in ihren Installationen zu verwalten. Darueber hinaus, so hoffen die Verantwortlichen, duerfte eine standardisierte Schnittstelle viele unabhaengige Software-Entwickler dazu ermutigen, Applikationen zu schreiben. Dem Benutzer bringt das Interface den Vorteil, Daten mit Anwendern, Gruppen, Rechnern und Peripheriegeraeten anderer Netzwerke teilen zu koennen.

Banyan und Novell haben prinzipiell Bereitschaft bekundet, die Schnittstelle, die erst Ende 1996 erscheinen soll, in die eigenen Verzeichnisdienste zu integrieren. Beiden duerfte die Entscheidung dadurch erleichtert worden sein, dass ODSI nicht gegen die Netware Directory Services beziehungsweise Streettalk positioniert ist und somit den eigenen Markt gefaehrdet, sondern lediglich die Interoperabilitaet zwischen den Diensten zum Ziel hat. Novell will Netware-Anwendern ODSI als Option neben einer eigenen API zur Verfuegung stellen.

Beim Software-Marktfuehrer sind bereits zwei von vier ODSI-Modulen fertiggestellt, die als Teil der Windows Open Services Architecture (WOSA) auf dem Markt erscheinen sollen. Verlassen haben die Entwicklungslabors die Schnittstellen fuer eine Login- Routine, durch die sich Benutzer fuer alle ihnen offenstehenden Verzeichnisdienste nur einmal anmelden muessen. Des weiteren schlossen die Microsoft-Programmierer ihre Arbeiten an einem Winsock-Interface ab, das die Registrierung und Verbreitung von Applikationen in verschiedenen Verzeichnissen ermoeglicht.

Das dritte, noch nicht fertiggestellte Interface erlaubt Zugriffe auf verschiedene Databases, so auch auf Verzeichnis-Datenbanken. Schliesslich strebt Microsoft noch an, eine OLE-Schnittstelle zu implementieren. Netz-Manager koennen mit dem OLE Directory Service (OLE DS) Objekte aus verschiedenen Verzeichnissen verwalten. Microsoft plant, ODSI in Windows 95, Windows NT Workstation und dem Windows NT Server zu integrieren.