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31.01.2003 - 

E-Learning/Kommentar

Auch beim Lernen wird gespart

Hans Königes Redakteur CW

E-Learning ist den Kinderschuhen entwachsen. Die Zeit des Experimentierens ist vorbei. In der Konjunkturkrise spielen - wie das bei anderen IT-Projekten selbstverständlich ist - auch beim Lernen die Kosten eine große Rolle. Einfach nur mal loslegen und warten, was rauskommt, das kann kein Personal- und Bildungs-Manager mehr verantworten. Fragen der Evaluation und Erfolgsmessung sind in den Vordergrund gerückt. Galt es früher als Tabu nachzufragen, inwiefern Ausbildung zur Produktivität des Mitarbeiters beigetragen hat, setzen Unternehmen jetzt zum Beispiel auf Online-Assessments. Der Teilnehmer muss schon vor Antritt eines Seminars Grundkenntnisse erworben haben und diese lassen sich mit Hilfe eines elektronischen Tests am schnellsten abfragen.

Der Kostendruck zwingt die Bildungsverantwortlichen zu mehr Pragmatismus - für Branchen, die Krisen kennen, keine Neuigkeit. Ein E-Learning-Experte brachte es auf den Punkt: "Der Wunsch nach endgültiger Investitionssicherheit oder nach einer allumfassenden Gesamtlösung tritt in den Hintergrund". Die Anwender wünschen sich einfache, schnelle und billige Lösungen. Die Investition in eine Lernplattform, deren Implementierung Monate dauert und die Millionen kostet, ist unattraktiv geworden.

Das heißt aber nicht, dass bei den Inhalten geschludert werden darf. Denn damit wächst und fällt die Akzeptanz beim Teilnehmer. Obwohl es mittlerweile eine Unzahl von Standardprodukten gibt, sind die meisten Unternehmen an firmenspezifischen Inhalten interessiert und erwarten, dass sich die Bildungsträger auf ihre Belange einlassen. Hier wird sich bei den Anbietern die Spreu vom Weizen trennen: Wer das Geschäft des Anwenders nicht versteht und nur mit seinen Produkten anrückt - und das war in der Vergangenheit üblich - wird den Kürzeren ziehen. Das bekommen einige E-Learning-Hersteller deutlich zu spüren.