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13.03.1992 - 

Vektor- und Skalarfähigkeiten als Zusatz-Features

Auch Convex plant einen masiv-parallelen Supercomputer

FRANKFURT (CW) - Der US-Rechnerhersteller Convex Computer Corp. will etwa 1994/95 eine neue Serie massiv-paralleler Supercomputer (MPP) auf den Markt bringen.

In den derzeitigen C3-Supercomputern von Convex können bis zu acht Prozessoren parallel arbeiten. Demgegenüber arbeiten bei MPP-Systemen typischerweise mehrere hundert Prozessoren. Im Unterschied zu heutigen MPP-Rechnern soll die neue Convex-Serie neben der Parallelverarbeitung gleichzeitig auch Skalar- und Vektorverarbeitung unterstützen. Die unterschiedlichen Architekturkomponenten will der amerikanische Hersteller durch neuartige Compiler integrieren, die automatisch die verschiedenen Leistungsmerkmale der Hardware ausnutzen. Convex hatte bereits 1991 einen sogenannten interprozeduralen Compiler auf den Markt gebracht, der bei der Codeoptimierung alle Subsegmente sowie die Gesamtstruktur einer Applikationssoftware berücksichtigt.

Neben der neuen MPP-Familie will Convex seine bisherige Entwicklungsreihe C1, C2 und C3 weiterpflegen und in einer C4-Serie einmünden lassen. In jedem Fall soll Herstellerangaben zufolge die Softwarekompatibilität zu den bestehenden Anwendungen erhalten bleiben.

Darüber hinaus gab die deutsche Convex-Niederlassung bekannt, daß sie im Geschäftsjahr 1991 mit einem Umsatz von 30 Millionen Mark einen Anteil am gesamten Konzernumsatz von mehr als zehn Prozent erreicht habe. Wie Deutschland-Geschäftsführer Helmut Mühl-Kühner sagte, wurde mit 15 Neukunden, davon fünf in den neuen Bundesländern, eine installierte Basis von mehr als 100 Systemen erreicht. Die US-Mutter aus Dallas im Bundesstaat Texas schloß das Berichtsjahr mit einem Verlust von 6,9 Millionen Dollar ab nach einem Gewinn von 18,4 Millionen Dollar im Vorjahr.

Dennoch sieht sich das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs. Im vierten Quartal 1991 seien mit 116 Einheiten "so viele Prozessoren wie nie zuvor in einem Quartal ausgeliefert worden". Es handelte sich in erster Linie um die Supercomputermodelle C3400 und C3800. Der Umsatz nahm in dieser Zeit um 29 Prozent auf 55,5 Millionen Dollar zu. Die Bruttogewinnmarge verbesserte sich auf 45,1 Prozent. Dennoch mußte noch ein Verlust von 0,9 Millionen Dollar hingenommen werden.