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15.07.1983 - 

Nach dem Preiskampf bei den Homecomputern:

Auch der PC-Markt kommt in Bewegung

NEW YORK (VWD) - Die Verlustankündigung für das zweite Quartal durch Texas Instruments hat an der US-Börse für Aufregung gesorgt. Im Gefolge der Ankündigung kam es zu einem deutlichen Kursrückgang der TI-Papiere um 30 Prozent gegenüber dem 1983er Höchststand.

Nun fürchten einige Aktienexperten und Investoren, daß auch die Aktien der Hersteller von Personal Computern der oberen Preisklasse in einen Abwärtssog geraten. Als Grund für den TI-Quartalsverlust wird allgemein der scharfe Preiswettbewerb bei den Homecomputern der Preisklasse unter 500 Dollar angenommen. Experten halten es nun für möglich, daß es auch bei PCs im Preisbereich zwischen 1000 und 3000 Dollar zu Preiskämpfen kommen könnte.

Marktforscher, die sich mit dem PC-Markt beschäftigen, sind nicht ganz dieser Meinung. Zwar werden möglicherweise einige kleinere Hersteller vom Markt verschwinden, aber nicht aufgrund eines Preiskampfes. PCs werden vorwiegend durch Fachhändler verkauft und nicht wie die Homecomputer über Warenhäuser und in Katalogen angeboten. Drastische Preissenkungen seien deshalb weniger wahrscheinlich, auch sei die "Kamikazementalität" bei den Herstellern weniger ausgeprägt. IBM, Digital Equipment und Wang, die Industriekunden mit Großrechnern beliefern, werden auch den PC-Markt dominieren und somit einen gewissen Einfluß auf die Preisgestaltung des Computereinzelhandels ausüben. Diese Verklammerung von Industriegeschäft und Verkauf über den Ladentisch sei dagegen bei den Homecomputern nicht der Fall. Damit hätten Händler und Versandhäuser einen erheblich größeren Einfluß auf die Preise und seien auch in der Lage, die Homecomputerhersteller munter Druck zu setzen.

Ein weiterer Grund, warum sich der PC-Markt ganz anders entwickeln werde, liege darin, daß die Industrie bisher nur in geringem Umfang diese Rechner erworben habe. Es sei noch ein größerer Nachfrageschub zu erwarten, meint Howard W. Geiger von Merril Lynch, der dieses Segment als entscheidend für einen Strukturwandel auf der Herstellerseite ansieht. Die Rechner von Unternehmen, die an die Industrie verkaufen, werden nachher auch in den Regalen der Händler stehen. Und da werden kleinere Hersteller nicht mithalten können, prognostiziert Geiger. Es werde auf den Kundendienst und die Durchsetzung des Marken- und Firmennamens am Markt ankommen. Dabei haben die großen und bekannten Hersteller einen deutlichen Vorteil. Dazu rechnet Geiger neben IBM, DEC, Wang und Apple auch Tandy.

Andere Analysten stimmen dem weithin zu, geben sich aber sicher, daß auch einige kleinere Hersteller weiterhin am Markt sein werden. Harry Edelson von First Boston gibt auch Commodore gute Chancen, hinzu kommen seiner Meinung nach die Unternehmen, die sich auf bestimmte Marktnischen konzentriert haben, wie etwa Applied Magnetics, Cipher Data, Corvus Systems, Softech und Verbatim.

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