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25.06.1995

Auch die IBM will nicht verzichten Gates: 45 PC-Produzenten liefern ihre Systeme mit Windows 95 aus

BELLEVUE (IDG) - Microsoft kann in Sachen Windows 95 bereits auf schlagkraeftige Unterstuetzung aus dem Hardwarelager rechnen. So haben insgesamt 45 PC-Anbieter angekuendigt, das 32-Bit- Betriebssystem zusammen mit ihren Rechnern auszuliefern. Selbst der Erzrivale und OS/2-Produzent IBM konnte offensichtlich nicht widerstehen.

Die Ende letzten Jahres von manchen Analysten aufgestellten Prognosen, etablierte PC-Hersteller koennten Windows 95 einen Korb geben, scheinen nicht zuzutreffen. Wie Microsoft-Boss Bill Gates auf einem Reviewers-Workshop verlauten liess, haben mittlerweile 45 PC-Anbieter, darunter AST, Compaq, Dell, Hewlett-Packard und NEC, das Betriebssystem in Lizenz genommen. Des weiteren seien AT&T, Gateway 2000, Toshiba, Zenith, Unisys, Epson und Micron schon auf den Windows-95-Zug aufgesprungen.

Allerdings stehe noch nicht fest, ob die genannten PC-Produzenten ihre Rechner ausschliesslich mit der fuer Ende August dieses Jahres versprochenen 95-Version oder zusaetzlich mit dem Release Windows for Workgroups 3.11 auf den Markt bringen werden. Diskussionsstoff lieferte diesbezueglich auch die IBM: Selbst der Erzrivale und Anbieter von OS/2 wird das Konkurrenzprodukt der Gates-Company auf einigen Systemen vorinstallieren. Auch die Fuehrungsetagen einiger Softwarehaeuser gaben nach Angaben des Microsoft-Chefs Unterstuetzungszusagen ab. 53 unabhaengige Entwickler werden in Zukunft Windows-95-Anwendungen schreiben.

Waehrend Gates mit verkauften Lizenzen wirbt, macht Brad Chase, General Manager der Personal Systems Division, erste Eingestaendnisse, geht es um die Qualitaet des Produkts. Noch sei Windows 95, so der Verantwortliche, "nicht perfekt". Laut Chase koennten nicht saemtliche existierenden Windows-3.x-Applikationen auf dem neuen Release ablaufen. Rund 200 der 3500 wichtigsten Pakete seien nicht unter Windows 95 einsetzbar. Microsoft werde jedoch eine Liste mitliefern, auf der die inkompatiblen Applikationen aufgefuehrt sein sollen. Chase: "Wir haben uns die Abwaertskompatibilitaet leichter vorgestellt".

Fest steht mittlerweile auch der Preis fuer das lange angekuendigte Betriebssystem. Ein Upgrade von Windows 3.x, Windows NT oder OS/2 wird rund 110 Dollar kosten. Fuer ein Vollpaket muessen Interessenten Microsoft zufolge knapp 210 Dollar bezahlen.