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18.05.2001

Auch die P-Serie um zwei Modelle erweitert

MÜNCHEN (CW) - Zwei neue Rechner erweitern die P-Serie, einst RS/6000, von IBM.

Die Server mit den Typenbezeichnungen P620, Modell 6F1, und P660, Modell 6H1, gleichen sich in einigen Punkten. Beide lassen sich mit bis zu sechs auf 668 Megahertz getakteten CPUs des 64-Bit-Risc-Typs RS64 IV ("S-Star") aufsrüsten. Es sind damit die ersten Server dieser Klasse, die die Technologie "Silicon on Insulator" (SOI) verwenden, wodurch sie nach Firmenangaben bis zu 35 Prozent schneller laufen und gleichwohl weniger Wärme abstrahlen als herkömmliche Aluminiumchips.

Im Kern identischÜbereinstimmung gibt es auch in der Ausstattung mit bis zu 32 GB RAM, wobei sie die aus Mainframes kommende "Chipkill"-Technologie mitbekommen haben. Diese verhindert deutlich effektiver als die übliche "Error Checking Correction Technology" Speicherungsfehler, die häufigste Ursache für Server-Downtime. Gemeinsam sind den Systemen ferner 128 KB L1-Chache und bis zu 8 MB L2-Chache pro Prozessor. Das Kühlsystem und optional auch die Stromversorgung sind redundant ausgelegt. Ein separater Service-Prozessor überwacht die Systeme.

Ansonsten aber sind die Unterschiede beträchtlich. Der Server P620 steckt in einem Tower-Gehäuse, während sein Bruder P660 ein Einschubsystem für 19-Zoll-Racks ist. Aufgrund dieser Vorbestimmung fällt die weitere Ausstattung entsprechend anders aus.

Das Tower-System lässt sich mit bis zu 509,6 GB an Festplattenspeicher ausstatten, wozu es 14 Einbaufächer bietet. In zwölf dieser "Bays" ist ein Plattenwechsel im laufenden Betrieb möglich. Dazu kommen drei weitere Montagemöglichkeiten für weitere Medien. Für den Datenaustausch stehen zehn Hot-plug-fähige PCI-Slots zur Verfügung. Das System unterstützt Controller nach Ultra-3-SCSI und SSA für Glasfaser-Verbindungen.

Das Rack-System hingegen bietet 36,4 GB Festplatte und vier Einbaumöglichkeiten für Speichermedien. Bis zu 28 PCI-Slots halten auf maximal zwei eigenen Rack-Schüben Verbindung zur Außenwelt. Auf jedem befinden sich 10/100-Ethernet-Anschluss, ein SCSI-2-Controller für interne Aufgaben sowie ein externer Ultra-SCSI-2 Controller. Controller-seitig unterstützt es über die Anlagen des Tower hi-naus auch "Shark"-Speicher-Server von IBM. In der Grundausstattung kostet ein P620-Server 17 000 Dollar.

Der P620-Server kann Cluster durch die Software "High Availa-bility Cluster Multiprocessing" (HACMP) aufbauen. Der P660-Rechner nutzt darüber hinaus "Parallel System Support Programs" (PSSP), wodurch sich bis zu 32 Server seines Typs zu einem System verknüpfen lassen. Der Einstiegspreis der P660-Server beträgt 21000 Dollar.

Beide neuen Server werden wahlweise mit den - auf Wunsch vorinstallierten - Unix-Betriebssystemen AIX 4.3.3 oder der neuesten Version von AIX 5L ausgeliefert, jeweils mit unlimitierter User-Lizenz. AIX 5L ist das Ergebnis des mit Intel und SCO/Caldera betriebenen Monterey-Projekts zur Schaffung eines Unix, das gleichermaßen für RISC wie 64-Bit-Intel-Systeme (IA 64) geeignet und binärkompatibel mit 32-Bit-Prozessoren ist.

Diese AIX-Version hat darüber hi-naus einen Vorteil in puncto Skalierbarkeit: Man kann Linux-Anwendungen aus kleineren Intel-Umgebungen mit Hilfe der "AIX Toolbox for Linux Applications" relativ einfach rekompilieren, so dass sie danach auch in größeren AIX-Systemen laufen. Unter AIX unterstützt sie dann bis zu 32 Prozessoren und nutzt bis zu 256 GB Speicher.