Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

12.07.1991

Auch ein Mainframe

"Hauptsache, der Rechner rechnet sich." Nach dieser Devise gehen die Kunden der PCMer vor. Dabei müssen sie natürlich nicht auf den uralten Abacus zurückgreifen, obwohl er heute noch in vielen Ländern der Welt der "Mainframe der Wahl" ist.

Foto: Image Bank

PCM-Installationen kein Risiko mehr

Nach wie vor beherrscht IBM den Mainframe-Markt unangefochten. Auf einen Marktanteil von 74 Prozent bringt es Big Blue bei den Großrechnern und auf immerhin noch 33 Prozent bei den entsprechenden Peripheriegeräten.

Trotzdem gibt es - wenn man nicht bereit ist, den Big-Blue-Zuschlag zu bezahlen - ernst zu nehmende IBM-kompatible Alternativen: Amdahl, Hitachi, Fujitsu und Comparex. Sie produzieren Maschinen, die sich von den Leistungs- und Verfügbarkeitsdaten durchaus mit denen von IBM messen können.

Das gleiche gilt für Service und Support. Niemand der von der COMPUTERWOCHE befragten Anwender beschwerte sich über die Leistungen der PCMer. Im Gegenteil: Beratung, Betreuung und Maintenance wurden durchweg gelobt. Ein weiterer Punkt, der für die "Kompatiblen " spricht, ist nach Meinung einiger Anwender, die sehr viel flexiblere Vertragsgestaltung. So können beispielsweise Mietverträge mit einer Laufzeit von zwei Jahren abgeschlossen werden. Das hat gegenüber Leasingverträgen den Vorteil, daß keine Restwertvereinbarung nötig ist und die Maschine nach Ablauf des Abkommens problemlos gegen ein neueres Modell eingetauscht werden kann. Immer noch meinen viele Anwender, daß IBM nur an der berühmten "Schraube drehen muß", um den bisher kompatibler Rechner eines Konkurrenten in der Wüste der Inkompatibilität vertrocknen zu lassen. Das jedoch verhindert die geltende Rechtslage: 1984 nämlich hat sich die IBM gegenüber der EG-Kommission verpflichtet, spätestens 120 Tage nach Ankündigung neuer Hardware die Schnittstellen offenzulegen. Im Gegenzug schlug die EG eine Antitrust-Klage gegen die IBM nieder, die bereits seit 1979 anhängig war.

Zwar verdient die IBM über die Betriebssystem-Software immer noch an jeder verkauften PCM-Maschine mit, aber deshalb befinden sich die Hersteller dieser Rechner nicht in totaler Abhängigkeit. Die Einführung des Unbundling (1982) und die Pflicht zur Offenlegung der Schnittstellen ermöglichen den PCM-Produzenten ein (einträgliches) Geschäft, das nicht mehr vom Wohlwollen der IBM abhängig ist.