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21.06.2002 - 

Streaming Media/Kommentar

Auch eine Frage des Images

Stefan Ueberhorst

Die Technik für hochwertige Streaming Media ist verfügbar, jetzt entscheidet der Markt. Vorbei die Zeiten, in denen verfälschter Ton und ruckelnde Filmsequenzen dem von TV, Video oder DVD verwöhnten Anwender ein müdes Lächeln entlockten. Wer immer größere Datenströme durch ein 56K-Modem oder einen ISDN-Anschluss quetscht, darf keine Wunder erwarten. Ohne Breitbandzugang keine Streaming Media - und der ist heute nahezu flächendeckend für visuell anspruchsvolle Konsumenten verfügbar. Auch die zweite Hürde, die der effizienten Dateikompression, ist genommen. MPEG 4 bietet einen ausgereiften Standard, um ein Video als Stream in TV-Qualität bildschirmfüllend über das Internet zu schicken.

Nun liegt es am Anwender, die Investitionen in solche Technik seinem Bedarf an Streaming Content gegenüberzustellen. Im Consumer-Bereich ist das relativ einfach. Wer das Internet intensiv nutzt und in multimediale Präsentationen vernarrt ist, verfügt ohnehin über die neueste PC-Ausstattung. Hier gilt es lediglich abzuwägen, ob das Hobby die Mehrkosten beispielsweise für einen DSL-Anschluss rechtfertigt. Weit weniger emotional geht es bei Unternehmensapplikationen zu. Eine nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse sollte allerdings berücksichtigen, dass Streaming Media zwar keine geschäftskritischen Prozesse, aber durchaus strategische Unternehmenssegmente berühren. Die Online-Präsentation einer Aktiengesellschaft etwa im Bereich Investor Relations, eine moderne Mirarbeiterkommunikation über PC-Conferencing sowie E-Learning rechtfertigen die Investitionen. Kostentreiber sind je nach Projektgröße neben den Ausgaben für Streaming-Server ein eventuell benötigter Ausbau IP-fähiger Netzinfrastruktur und die Kopplung der Speicher mit SAN-Architekturen. Andererseits unterstreicht schon der Start eines kleinen Projekts die Innovationsfreudigkeit eines Unternehmens. Damit sind Streaming Media auch eine Frage der Image-Pflege.