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Schweden praesentieren eigenes Handie


05.02.1993 - 

Auch Ericsson will ein Stueck vom Mobilfunk-Endgeraete-Kuchen

Lediglich sieben Prozent Marktanteil haelt das Unternehmen derzeit nach Angaben von Kjell Johansson, Vertriebs- und Marketing- Direktor bei der Ericsson Mobile Communication Ltd. im schwedischen Lund, europaweit bei analogen und digitalen Endgeraeten. "Dies ist uns auf Dauer eindeutig zu wenig", gab der Ericsson-Verantwortliche vor der Presse in Frankfurt als Devise aus. Vor allem Deutschland habe aufgrund seiner Dynamik in Europa eine Art "Lokomotivfunktion" inne, der ganze Kontinent schaue darauf, so Johansson, "wie es hier mit der GSM-Technik funktioniert".

Auf konkrete Absatzzahlen fuer 1993 wollte sich das Ericsson- Management gleichwohl nicht festlegen. Fuer dieses Jahr seien europaweit, wie es hiess, voraussichtlich rund eine Million GSM- Endgeraete an den Mann zu bringen. Mindestens 20 Prozent Marktanteil waere dabei fuer die Schweden das Minimum, mit dem man Johansson zufolge "allerdings nicht zufrieden waere". Bis auf weiteres will man sich ausschliesslich auf die Produktion und den Verkauf von "Handies" konzentrieren.

Vermarkten will Ericsson das GH 197 ueber Vertriebspartner, weil man als reiner Technologiekonzern "ein Defizit bei geeigneten Vertriebskanaelen" habe. Entsprechende Vertraege wurden mit den D- Netz-Service-Providern Talkline PS Phoneservice GmbH, Elmshorn, und der Mobilcom GmbH & Co KG, Schleswig, sowie den Vertriebsorganisationen Komsa Kommunikation GmbH, Chemnitz, Mocom Mobile Communication eG., Wuppertal, TFK Tele-Funk Kommunikations GmbH, Stockstadt und der ASD Autoradio Spezialdienst GmbH, Trier, unterzeichnet.

Die Vereinbarungen ueber die Zusammenarbeit umfassen laut Johansson sowohl den Vertrieb des knapp 4000 Mark teuren Handies als auch die Serviceunterstuetzung fuer den deutschen und europaeischen Markt. Ziel sei dabei, mittelfristig eine Lieferung spaetestens 48 bis 72 Stunden nach der Bestellung zu garantieren. Mit Kompaktakku wiegt das GSM-Telefon weniger als 300 Gramm, mit einem Hochleistungsakku bestueckt, soll das GH 197 eine Sprechzeit von maximal vier Stunden ermoeglichen.

Insgesamt sei man, wie Johansson betonte, als Endgeraetelieferant im bezug auf die beiden konkurrierenden Netzbetreiber Telekom (D1) und Mannesmann (D2) neutral, wenngleich die Schweden fuer den Aufbau des D2-Netzes die komplette Systemtechnik sowie saemtliche mobilen Vermittlungssysteme und Funkfeststationen lieferten. Darueber hinaus wird bereits seit November 1992 mit dem "GH 172" ein weiteres Ericsson-Handie ausschliesslich von der Mannesmann Mobilfunk GmbH vertrieben.