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17.03.1995

Auch fuer bereits vergebene Nummern Internet Society will fuer die IP-Adressen zur Kasse bitten

FRAMINGHAM (IDG) - Die Internet Society, die die Registrierung von IP-Adressen in den USA sowie in Asien und Europa ueberwacht, will den Anwendern und Providern ans Portemonnaie: IP-Adressen und Domain-Namen sollen kuenftig nicht mehr umsonst abgegeben werden.

Im April soll der Plan endgueltig ausgebruetet sein, dann wird die Internet Society ihre Vorstellungen ueber eine Gebuehr fuer IP- Adressen und Domain-Namen kundtun. Die Geruechtekueche, die das Ueberwachungsorgan derzeit selbst fleissig am Brodeln haelt, will schon von moeglichen Preisen wissen. Demnach koennten fuer einen Block Class-C-Adressen (bis zu 255 IP-Nummern) 50 Dollar fuer die Registrierung sowie 50 Dollar pro Jahr fuer die Wartung anfallen.

"Ich denke, es steht fest, dass eine Registrierungs- sowie eine jaehrliche Maintenance-Gebuehr erhoben wird", erklaert Tony Rutkowski, Executive Director bei der Internet Society. Dies sei aus seiner Sicht die einzige Moeglichkeit zur Finanzierung. So muss sich zum Beispiel das fuer die Registrierung von IP-Adressen in den USA zustaendige Internet Network Information Center (Internic) nach anderen Einnahmequellen umsehen, da die eine Million Dollar schwere Unterstuetzung der Regierung in drei Jahren wegfaellt.

Kontrovers wird der Plan allerdings primaer deshalb diskutiert, weil Unternehmen auch fuer bereits verteilte IP-Adressen und Domain-Namen zur Kasse gebeten werden sollen. Branchenkenner rechnen deshalb schon mit einer Revolte der Anwender und Service- Provider, die die Idee letztlich zum Scheitern bringen duerften. So koennten Unternehmen ihre registrierten IP-Adressen beispielsweise zum Teil zurueckgeben, und intern eigene Nummern verwenden.

Doch nicht alle sind gegen das Vorhaben der Internet Society.

"MCI versteht die Notwendigkeit, nach Wegen zu suchen, um die Adminstrationsinfrastruktur des Internet zu unterstuetzen", erklaert zum Beispiel Vinton Cerf, Senior Vice-President fuer Datenarchitektur bei dem Unternehmen. Auch Karl Denniger, President des Internet-Providers Macrocomputer Solutions Inc., Chikago, lehnt eine geringe Registrierungsgebuehr nicht ab. Der Internet-Guru ist allerdings vehement dagegen, dass jaehrliche Wartungskosten sowie bereits vergebene IP-Adressen berechnet werden.