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10.02.1978

Auch in der Schweiz wächst der DV-Park im unteren Preisbereich überproportional

FRIBOURG (sg) - Um 2448 Rechner oder sechs Prozent wuchs binnen Jahresfrist der Bestand der in der Schweiz installierten Rechner. Dies ermittelte die aktuellste Zählung des Instituts für Automation und Unternehmungsforschung an der Universität Fribourg. Seit 1968 führt das von Prof. F. Billeter geleitete Institut die Erhebung durch: Wie nicht anders zu erwarten, setzte sich 1977 der Trend zu Computern der unteren Preisklassen überproportional fort. Ihr Anteil stieg von 48 auf mehr als 56 Prozent.

Die hohe Beantwortungsquote bei der Befragung der EDV-Anwender, sie betrug für diese Erhebung rund 90 Prozent, zeigt, daß die befragten Firmen selbst großes Interesse an dieser Arbeit haben. Dies darf als wesentliche Grundlage für den hohen Aussagewert der Erhebungsresultate gewertet werden. Die absolut seriöse und unabhängige Auswertung aller Erhebungsdaten findet allenorts vorbehaltlose Anerkennung, zumal die Ergebnisse hieraus EDV-Anwender wie -Anbieter dienen.

Wie aus der Tabelle 1 ersichtlich wird, betrug der Computerbestand Mitte 1977, also zum Zeitpunkt der Erhebung, insgesamt 2448 Einheiten, was einer Zunahme von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkommt. Damit entspricht diese Zahl auch annähernd den alljährlich seitens der Hersteller veröffentlichten Absatzprognosen. Auffällig positive Veränderungen hatten seit der letzten Erhebung NCR und ICL (mit Singer) zu verzeichnen. NCR ist jetzt, gemessen an der Anzahl der installierten Computer, die "Nr. 2" unter den Herstellern in der Schweiz.

Was die Aussage dieser Tabelle schwächt, ist die Tatsache, daß unter der Gruppe "andere rund 20 Prozent oder gleich 500 Computereinheiten verborgen sind, über deren Zusammensetzung sicher noch einige interessante Zahlen beigebracht werden könnten, zumal man sich wenig vorzustellen mag, wer denn wohl die anderen sind.

Tabelle 2 signalisiert den Trend, daß Anlagen mit kleinerem Speichervolumen zu größeren Kapazitäten aufgestockt werden. Bezeichnend auch hier der relativ hohe Anteil der Anlagen von 16 bis 128 K mit 50,3 Prozent.

Unter den Computerapplikationen werden jene Programme, die der Finanz- und Betriebsbuchhaltung zuzuordnen sind, am häufigsten genannt.

Darauf folgen etwa gleichauf die Applikationen aus dem Bereich Statistik Fakturierung und Lohnabrechnung nämlich rund 66 Prozent aller Anwender haben hierzu Auswertung auf dem Computer. Am Schluß der Liste stehen Programme zur Unternehmungsplanung.

Die Anzahl der in der Schweiz pro 100000 Personen der arbeitenden Bevölkerung installierten Computer hält mit 93 gegenüber 87 im Vorjahr jeden internationalen Vergleich. Nur in den USA ist die Computerdichte pro 100000 Beschäftigten noch höher. Damit behauptet sich die Schweiz als das Land mit dem führenden EDV-Anwender-Markt in Europa. Das mögen auch die Zahlen über das EDV-Fachpersonal gemäß Tabelle 3 belegen. Hierzu sei noch ergänzt, daß davon 7,8 Prozent eine akademische Ausbildung vorzuweisen haben.

Insgesamt 763 Firmen verwenden nach dieser Erhebung zusammen 12880 Terminals. Daraus errechnet sich ein Durchschnitt von fast 17 Terminals pro Firma. Etwa 30 Prozent aller Firmen mit eigenem Computer arbeiten mit Terminals. Die größten Terminal-Anwender sind Banken, Handel und Industrie.