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23.03.2001 - 

Schleppender Start für dritte Mobilfunkgeneration

Auch in Japan verzögert sich die 3G-Einführung

TOKIO (IDG) - Die negativen Nachrichten um die Zukunft der dritten Mobilfunkgeneration (3G) reißen nicht ab. Auch die japanische J-Phone Communication Co Ltd. verschiebt den Start ihres 3G-Service um sechs Monate auf Juni 2002.

Für die Verspätung von über sechs Monaten macht J-Phone Communications, zu deren Hauptaktionären die Japan Telecom Co Ltd. und die Vodafone-Gruppe zählen, vor allem die langsame Entwicklung und Verfügbarkeit von Hardware verantwortlich. Eine Begründung, die in Europa nicht ganz unbekannt ist: Auch hier häuften sich in letzter Zeit die Meldungen, dass der Zeitplan für den Aufbau der 3G-Netze, hierzulande besser bekannt unter dem Schlagwort UMTS, nicht zu halten sei.

Mit der Verzögerung spielt J-Phone seinem Konkurrenten NTT Docomo unfreiwillig einen entscheidenden Joker in die Hand: Sollte NTT Docomo seinen auf Mai datierten Starttermin halten, hätten die Mobilfunker gegenüber J-Phone einen zeitlichen Vorsprung von über einem Jahr. NTT Docomo rührt nämlich bereits seit längerem die Werbetrommel dafür, als einer der ersten Carrier weltweit mit einem schnellen Mobilfunkdienst der dritten Generation zu starten. Ein Ankündigung, der allerdings eine gewisse Skepsis entgegengebracht werden kann. Knapp zwei Monate vor dem versprochenen Systemstart sind nämlich wesentliche Details wie geplante Dienste, Tarifierung etc. noch immer nicht bekannt. Und in der NTT-Docomo-Zentrale wird lediglich gebetsmühlenhaft wiederholt, dass das 3G-Netz im Mai in Betrieb gehe.

Angesichts dieser Informationspolitik bezweifeln etliche Analysten bereits, dass NTT Docomo wirklich in der Lage ist, seinen 3G-Netz pünktlich in Betrieb zu nehmen. Ihre Skepsis begründen die Marktbeobachter unter anderem mit den weltweiten Lieferverzögerungen in Sachen 3G-Hardware. Sollten sich die Bedenken der Analysten bewahrheiten und die Netze wirklich sehr viel später starten, so könnte dies für die betroffenen Carrier unangenehme Folgen haben: Um die notwendigen Betriebslizenzen und Hardware zu finanzieren, nahmen die Betreiber große Summen an den Finanzmärkten auf.