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12.04.1996 - 

Outsourcer will 2800 Stellen streichen

Auch nach der Trennung bleibt GM der groesste Kunde von EDS

Die bereits im letzten Jahr angekuendigte Trennung von General Motors (GM) und der Tochter EDS steht kurz bevor. Voraussetzung ist allerdings noch die Zustimmung der Aktionaere. Die Outsourcing- Firma soll in Form eines steuerfreien Aktientauschs vonstatten gehen, bei dem Class-E-Titel von General Motors im Verhaeltnis eins zu eins in EDS-Anteile gewechselt werden. Zudem wird der IT- Dienstleister eine Einmalzahlung in Hoehe von 500 Millionen Dollar an GM leisten. Geben die Aktionaere ihr Okay, rechnet EDS zum Ende des zweiten Quartals mit dem Abschluss der Transaktion.

EDS bringt die angestrebte Stellung als unabhaengiges Unternehmen nach eigenen Anga- ben groessere Freiheiten in bezug auf die Wahl strategischer Partner und bessere Moeglichkeiten der Kapitalgewinnung. Zudem koennen die Kunden in Zukunft auch aus dem Wettbewerbsumfeld von General Motors kommen. Der Automobilkonzern wiederum will sich die Gewissheit verschaffen, von EDS konkurrenzfaehige IT-Services beziehen zu koennen.

Fuer 1996 rechnet der Outsourcing-Anbieter mit einem geringeren Beitrag des Autoherstellers zum Gesamtumsatz als im Vorjahr, in dem von den insgesamt 12,4 Milliarden Dollar etwa 31 Prozent ueber die Muttergesellschaft hereinkamen. Allerdings bleibt EDS zumindest fuer die naechsten zehn Jahre General Motors' bevorzugter Anbieter von IT-Services. Dies haben die beiden Unternehmen vertraglich vereinbart. Der Umsatzrueckgang, der laut EDS-Chairman Les Alberthal aus niedrigeren Preisen resultiert, wird den Gewinn pro Aktie im Geschaeftsjahr 1996 zwischen sieben und 14 Cent schmaelern. Mit weiteren acht Cent pro Anteil werden bei dem Outsourcer in diesem Zeitraum voraussichtlich die Kosten fuer den Split-off zu Buche schlagen.

Der Margendruck werde anhalten, solange EDS seinem groessten Kunden die Services nicht kostenguenstiger anbieten koenne, so Alberthal. Das Unternehmen kuendigte Restrukturierungsmassnahmen an, die im zweiten Quartal 1996 in die Bilanz einfliessen sollen. EDS rechnet mit einem Aufwand zwischen 500 und 750 Millionen Dollar vor Steuern.

Neben einem Stellenabbau ist auch eine Veraenderung der Personalstruktur vorgesehen, um das Know-how anzupassen. Betroffen sind etwa 4000 bis 5000 von weltweit 95000 Beschaeftigten. Davon soll 2800 US-Mitarbeitern der Vorruhestand angeboten werden.