Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.01.1994

Auch neue X-Terminals in petto HP will noch im Januar Rechner mit einer Big-endian-CPU zeigen

MUENCHEN (CW) - Hewlett-Packard (HP) startet gleich zu Beginn des neuen Jahres durch: In der dritten Kalenderwoche werden die Kalifornier nach Informationen aus der Branche eine Rechnerfamilie auflegen, die erstmals mit einer Big-endian-CPU ausgestattet sein wird.

Wie berichtet (vgl. CW Nr.51 vom 17. Dezember 1993, Seite 6: "Hewlett-Packard oeffnet Plattform..."), aendert HP das Prozessordesign der PA-RISC-Architektur: Bislang funktionieren die Chips nach dem Big-endian-Byte-Anordnungsverfahren.

Zukuenftig sollen HPs Prozessoren auch die Little-endian-Variante unterstuetzen. Hintergrund hierfuer scheint nach Meinung vieler Insider zu sein, dass HP sich bei der Portierung von Microsofts Windows NT leichter tun moechte. NT bedient die Little-endian- Datensatzaufbereitung.

Als erstes Rechensystem, das den Zwitterprozessor inkorporiert, wird HP eine Tisch-Workstation mit dem Codenamen "Gecko" vorstellen, die fuer den Low-end-Bereich gedacht sein soll. Bei dieser Maschine handelt es sich um das System, auf dem HP im November '93 auf der Comdex in Las Vegas inoffiziell NT praesentierte. Der britische Brancheninformationsdienst "Unigram X" glaubt, dass Gecko die erste Maschine einer ganzen Systemfamilie ist. Die mit 16 MB Arbeitsspeicher und einer 256 MB grossen Festplatte ausgestattete Workstation kostet angeblich rund 3500 Dollar, wobei sich dieser Preis auf laengere Sicht auf 2500 Dollar reduzieren soll.

Der Rechner verfuegt ueber Bewegtbildvideo- sowie Telefonunterstuetzung. Direkt auf der CPU aufgebracht sind ferner die ALU (Arithmetic Logic Unit) und ein Cache-Controller sowie komplette Videofunktionalitaet. HP will die Systeme mit dem Unix- Derivat HP-UX, Sunsofts Wabi-Software, dem "Mac-on-Unix"-Tool von der Xcelerated Systems sowie moeglicherweise auch mit "Nextstep" ausliefern. Neben diesem Rechner werde HP auch Server und X- Terminals vorstellen.