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14.01.1994

Auch PCTE ist Thema einer Arbeitsgruppe OMG will sich um Integration von Desktop-Services kuemmern

MUENCHEN (CW) - Spezifikationen fuer Services in verteilten Desktop- Anwendungen zu entwickeln ist die Aufgabe einer neuen Arbeitsgruppe innerhalb der Object Management Group (OMG) - der Common Facilities Task Force. Eine Special Interest Group des Herstellerkonsortiums soll zudem die Moeglichkeiten fuer eine Integration des europaeischen CASE-Standards PCTE in die eigene Object Management Architecture (OMA) untersuchen.

"Es gibt einen unmittelbaren Bedarf fuer die Interoperabilitaet von Applikationen auf dem Desktop", begruendet OMG-President Chris Stone die Notwendigkeit fuer die Gruendung der Common Facilities Task Force. In dieser Arbeitsgruppe geht es darum, verteilte Systeme mit Dienstprogrammen auszustatten, die fuer eine Reihe unterschiedlicher Anwendungen benoetigt werden. Dazu zaehlen neben einer Architektur fuer zusammengesetzte Dokumente beispielsweise Electronic Mail, Datenbankzugriff oder auch ein Silbentrennungsprogramm.

Laut OMG besteht die Aufgabe der Task Force unter anderem darin, "die Hebelwirkung internationaler und nationaler Standards sowie existierender De-facto-Interfaces in spezifischen vertikalen Marktbereichen zu erhoehen". Vorarbeit haben hier bereits Microsoft mit Object Linking and Embedding (OLE), Apple mit Open Doc sowie Lotus mit Link Embedded and Launch-to-edit (LEL) geleistet. Um den Zielen der OMG zu entsprechen, muessen diese Spezifikationen allerdings in Einklang mit der Common Object Request Broker Architecture (Corba) beziehungsweise deren Interface Definition Language (IDL) gebracht werden.

Zusaetzlich zur Common Facilities Task Force hat sich innerhalb der OMG eine Special Interest Group (SIG) fuer das Portable Common Tool Environment (PCTE) zusammengefunden. Das von der European Computer Manufacturers (ECMA) spezifizierte PCTE ist mittlerweile als europaeischer Standard fuer den Aufbau von CASE-Umgebungen akzeptiert.

Die PCTE-Arbeitsgruppe will mit Anwendern, Herstellern, akademischen Einrichtungen sowie Regierungsstellen zusammenarbeiten, um eine Konvergenz von PCTE und OMA zu erreichen. Dabei soll sich die CASE-Umgebung in Richtung Objektorientierung und feinere Granularitaet weiterentwickeln.

Auf ihrer juengsten Tagung im texanischen Austin hat die OMG zudem eine Massnahme beschlossen, mit der sie die Evaluierung von Technologievorschlaegen beschleunigen will. Ein interner Prozess mit der Bezeichnung Request for Comment (RFC) soll es moeglich machen, solche Vorschlaege schnell und unbuerokratisch zu akzeptieren - vorausgesetzt, sie entsprechen den OMG-Spezifikationen, sind bereits kommerziell verfuegbar und konkurrieren nicht mit einer marktgaengigen Technologie von anderer Seite.

Innerhalb des RFC-Prozesses werden Kommentare sowohl von Mitgliedern als auch von Nichtmitgliedern akzeptiert. Sollten sich daraus signifikante negative Wertungen ergeben, so wird dieser "Fast Track" gestoppt. Der Vorschlag kann dann jedoch den normalen Evaluierungsprozess durchlaufen.