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20.08.2009

Auch Solarworld-CEO wirft Konkurrenz aus China Dumping vor

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Frank Asbeck, der Vorstandsvorsitzende der Solarworld AG, teilt die Ansicht seines Kollegen Dieter Ammer von Conergy hinsichtlich der Dumpingvorwürfe gegen chinesische Konkurrenten. "Die Chinesen drücken ihre Produkte nach unserer Berechnung unter Selbstkosten in den Markt", sagte Asbeck am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. "Das ist Dumping", fügte er hinzu.

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Frank Asbeck, der Vorstandsvorsitzende der Solarworld AG, teilt die Ansicht seines Kollegen Dieter Ammer von Conergy hinsichtlich der Dumpingvorwürfe gegen chinesische Konkurrenten. "Die Chinesen drücken ihre Produkte nach unserer Berechnung unter Selbstkosten in den Markt", sagte Asbeck am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. "Das ist Dumping", fügte er hinzu.

Asbeck wies auf die Umstände hin, in denen die chinesischen Photovoltaikhersteller arbeiteten. "Sie haben keine Kosten für das Land, den Bau, für Strom und Wasserver- und -entsorgung", sagte er. Zudem müssten sie nicht so strenge Umweltauflagen beachten wie die deutschen Unternehmen. Diese Bedingungen sorgten für einen Preisvorteil von 0,10 EUR je Watt.

Dazu komme das in China betriebene Lohndumping. Ein Arbeiter bekomme dort zwischen 70 und 80 EUR im Monat. Dies führe zu einem weiteren Kostenvorteil von 0,10 EUR je Watt, allerdings nur bei Solarmodulen, da diese in China in Handarbeit verlötet würden, schätzte Asbeck. Die Produktion von Siliziumscheiben und Solarzellen sei wegen des gleichen Siliziumpreises und der hohen Automatisierung in China jedoch nicht billiger zu betreiben. "Die Meldungen, in China werde massiv günstiger produziert, stimmen nicht", sagte Asbeck.

Angesichts der von den chinesischen Herstellern geforderten Preise geht Asbeck davon aus, dass diese unter Einstandskosten absetzten. "Man muss sich ja nur mal die Bilanzen ansehen, die schreiben alle Verluste", sagte der Gründer des Bonner Solarunternehmens. "Wir vermuten sogar, dass die Chinesen Exportsubventionen erhalten", erklärte Asbeck. "In China wird die Industrie massiv gefördert", fasste er zusammen.

Der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Solarworld wies darauf hin, dass in China außerdem die europäischen Hersteller beim Ausbau erneuerbarer Energien benachteiligt würden. "Eigentlich müsste man hierzulande eine Europa-Klausel beim geförderten Ausbau der Photovoltaik, also etwa im bundesdeutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz, einführen", forderte Asbeck. Damit könnten die europäischen Hersteller geschützt werden.

Am Vortag hatte Dieter Ammer, bei der Hamburger Conergy AG in gleicher Position wie Asbeck, Dumpingvorwürfe gegen die chinesische Konkurrenz ins Spiel gebracht. Er reagierte damit auf die jüngst verstärkt aufgekommene Diskussion, wie wettbewerbsfähig deutsche Hersteller im Vergleich mit chinesischen Konkurrenten sind.

Asbeck betonte, dass unabhängig vom Verhalten der chinesischen Wettbewerber in Europa wie überall ineffiziente Unternehmen existierten. Er rechnet mit einer Marktbereinigung. "Die Fußkranken werden aussortiert", prophezeite Asbeck.

Webseite: www.solarworld.de -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0) 211 13 87 214; martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/has Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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