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22.11.1985 - 

Lieferengpaß bei CD-ROM-Lesegeräten:

Audio konkurriert mit Computern

MÜNCHEN (CWN) - Ein Mangel an einheimischen Produktionsmöglichkeiten für ROM-Lesegeräte auf Basis von Compast-Disks (CDs) bremst das Wachstum der einschlägigen Industrie in den Vereinigten Staaten. Dies verlautet aus Industrie-Fachkreisen.

CD-ROM-Technik erlaubt das Speichern großer Datenmengen auf kleinem Raum: Eine mittlere Enzyklopädie paßt auf eine Platte etwa von der Größe einer 5?-Zoll-Diskette. Die Nachfrage nach dieser Technik ist hoch, aber die wenigen Hersteller von CD-ROM-Lesegeräten - Sony, Hitachi und N. V. Philips - haben diese Nachfrage nicht befriedigen können, teilte Linda Helgerson vom CD Data Report mit.

Ihrem Bericht zufolge haben die amerikanischen Hersteller "panische Angst" davor, ihre Daten ins Ausland wegzugeben, da sie nicht wissen können, in welche Hände sie da geraten. Dies treffe keineswegs nur für Japan zu - auch anderswo wichen die urhaberrechtlichen Regelungen von den US-amerikanischen ab, und Verleger befürchteten, daß ihre Arbeiten kopiert und zu niedrigeren Preisen auf den Markt gebracht würden.

Ein weiterer verlangsamender Faktor bei der Herstellung von CD-ROM-Lesegeräten stelle die gegenwärtige Nachfrage nach Audio-Compact-Disk-Abspielgeräten dar, die weitgehend die gleiche Technik anwenden. Die Hersteller sind dem Bericht zufolge nicht willens, ihre ebenfalls unter Lieferschwierigkeiten leidende Audiogeräte-Produktion zugunsten der Herstellung von CD-ROM-Lesegeräten zu drosseln.

Gegenwärtig werden CD-ROM-Lesegeräte von Sony zugeteilt, ließ Vladimir Langer wissen, Direktor der Component Product Division der Sony Corporation of America in San José. Langer erklärte, sein Unternehmen liefere in Tokio hergestellte Lesegeräte an OEMs für Entwicklungszwecke aus, aber die Zuteilung werde bis zur vollen Produktionsaufnahme im Januar andauern. Ein drittes Hindernis ist in dem Ausmaß ein Feinabgleich für die Umformung von Dateien in das CD-ROM-Format zu sehen. "Das ist sicher nicht so einfach, wie viele Leute glauben", sagte John Koll, Vizepräsident des Business Development beim Grolier Electronic Verlag in New York. Diese Feinabstimmung habe die Veröffentlichung der "Elektronischen Enzyklopädie" von Grolier bis Ende November verzögert, sagte Koll.