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09.05.2003 - 

IT-Arbeitsmarkt/Kommentar

Auf Dauer freiberuflich?

Hans Königes Redakteur CW

Die Zahlen zum IT-Arbeitsmarkt sprechen für sich. Auch wenn die Anzahl der in Zeitungen ausgeschriebenen Jobs im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber den drei Schlussmonaten 2002 leicht gestiegen ist, lässt sich nicht von einer Wende sprechen. Gegenüber Anfang des Vorjahres macht der Rückgang der Offerten 50 Prozent aus.

Für die Bewerber ist die Situation schwierig geworden. Auf der einen Seite suchen noch eine Menge Unternehmen IT-Mitarbeiter. Allein ein Konzern wie Bayer hat im Moment über 60 Positionen vom SAP-Spezialisten über Informatiker für E-Commerce-Anwendungen bis hin zu Netzspezialisten offen. Andererseits heuern die meisten Firmen immer nur wenige Mitarbeiter auf einmal an - im Gegensatz zu früher, als es manchmal gleich einige hundert waren. "Auf Vorrat wird nicht mehr eingestellt", heißt es aus den Personalabteilungen. Erst wenn Arbeit da ist, Projekte vorhanden sind, haben die Kandidaten eine Chance, genommen zu werden.

Bewerber sind frustriert, weil sie keinen Fuß in die Tür der Unternehmen bekommen. Wenn sie zu 110 Prozent auf die Stelle passen, gelten sie als überqualifiziert, 95 Prozent reichen den Arbeitgebern nicht aus. Das Profil muss hundertprozentig passen.

Aber auch wenn Aufträge da sind, ist das noch lange keine Garantie, dass Personal rekrutiert wird. Im Zuge der Spar- und Kostenoffensiven, die in den meisten Unternehmen laufen, wird Arbeit neu verteilt, das heißt, die verbliebenen Beschäftigten müssen mehr leisten - oft für weniger Gehalt.

Wenn zusätzliche Arbeit anfällt, wird man versuchen, sie auszulagern. Auf jeden Fall - und das ist eine Konsequenz aus der Krise, auf die sich viele Jobsuchende einstellen müssen, - dauert es viel länger, bis die Budgetverantwortlichen eine zusätzliche Stelle genehmigen. Freiberufliche Tätigkeiten, vor allem für Mitarbeiter ab 40 Jahren, werden selbstverständlicher, eine feste Anstellung ist immer schwieriger zu bekommen.