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13.08.1976 - 

Trend der Technik bei Banken-Terminals:

Auf den Controller kommt es an

MÜNCHEN - Am Beginn der Entwicklung bei Bankenterminals standen alleinstehende unintelligente Kassen, die nicht miteinander kommunizieren konnten. Im nächsten Schritt wurden diese Kassen mit Lochstreifen-Stanzern ausgerüstet. Diese Lochstreifen konnten in einem Computer ausgewertet werden: Alle Ein- und Ausgaben waren zu übernehmen, ohne daß noch einmal eine Datenerfassung stattfinden mußte.

Erst Mitte der 60er Jahre konnten diese Terminals über Leitungen direkt an Großrechner angeschlossen werden. Diese Lösung war wegen des großen Aufwandes bei Datenfernverarbeitung nur dann sinnvoll, wenn mehrere Terminals über eine Leitung angeschlossen werden konnten. Das wiederum bedingte einen sehr teuren Schnittstellen-Verteiler. Der Schnittstellen-Verteiler ließ aber nur zu, daß jeweils ein Terminal zu einer Zeit eine Übertragung vornehmen konnte.

Diese Art von Terminals hatte den Nachteil, daß sie bei Ausfall der Übermittlungsstrecke oder des zentralen Computers nicht einmal die Schalter-Quittungs-Funktion aufrecht erhalten konnte. Als Konsequenz daraus wurde der Schnittstellen-Verteiler zu einem intelligenten Konzentrator ausgebaut und mit einem kleinen Peripherie-Speicher, einer Magnetband-Kassette oder neuerdings der Floppy Disk ausgerüstet. Jetzt konnte der gesamte Schalterverkehr weiterlaufen, die Daten werden in diesem Zwischenspeicher erfaßt und später bei Aufschaltung der Großanlage übermittelt.

Die Entwicklung in den USA war auch hier zunächst, schrittmachend. In den Zweigstellen in den USA stehen im Mittel 10 bis 15 Terminals. IBM und Nixdorf entwickelten deshalb einen Konzentrator für eine solche Zweigstelle. Dieser ist recht teuer: 80 000 bis 120 000 Mark.

In Europa stehen im Schnitt zwei bis drei Terminals in einer Zweigstelle. Installationen dieser beiden Firmen sind dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Zweigstellen über einen Konzentrator laufen. Das bedingt, daß pro Terminal außerhalb der Zweigstelle, in der der Konzentrator installiert ist, zwei Modems und eine Postleitung benutzt werden müssen.

Eine der Mikro-Miniaturisierung, dem One-Chip-Konzept angepaßte Lösung heißt Flexibilität durch Module. Heute kann jedes einzelne Terminal mit Intelligenz ausgestattet werden. Das bedeutet, daß in einer Gruppe von Terminals eines als Master die Speicherfunktion und die Übermittlungsfunktion zum Großrechner übernehmen kann und zu diesem Zweck auch mit einem Peripherie-Speicher ausgerüstet ist. Ob eine Zweigstelle groß oder klein ist, jeder erhält nur den Konzentrator, der der Zahl der Terminals angemessen ist und kein Terminal geht ohne Verbindung zu einem im Offline-Fall arbeitenden Speicher auf eine Postleitung hinaus.

Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit der verschiedener Terminal-Systeme muß deswegen diese Struktur-Unterschiede und die Eignung der verschiedenen Strukturen für das jeweilige Organisations-Konzept der Banken berücksichtigen.

* Christoph Heitz ist freier EDV-Fachjournalist