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07.06.2002 - 

Web-Services/Kommentar

Auf den Nutzwert kommt es an

Wolfgang Miedl Redakteur CW

Web-Services sind derzeit zweifellos das dominierende Thema in der IT-Branche. Auch wenn noch einige Zeit vergehen wird, bis sich die neue Technik etabliert hat, so deutet die breite Unterstützung in der Industrie darauf hin, dass im Softwaresektor ein Paradigmenwechsel ansteht. Noch befindet sich die von vielen Experten ausgerufene Ära der Web-Services aber im Anfangsstadium. Der allgemeine Hype hat immerhin dafür gesorgt, dass praktisch jeder Anbieter auf den Zug aufgesprungen ist und die volle Unterstützung der neuen Standards gelobt. Anders als bei früheren Entwickungen war es im Fall der Web-Services jedoch relativ einfach, einen Konsens zu finden, dem sich selbst rivalisierende Firmen wie Microsoft, IBM oder Sun anschlossen.

All der Trubel um die neue Technik sorgt aber auch für Verunsicherung bei den Anwendern. Denn für Unternehmen steht nicht in erster Linie die Technik, sondern deren Nutzwert im Vordergrund. Und der ist bei den Web-Services - wie bei anderen Techniken - nicht auf Anhieb zu erkennen. Daher sind zunächst viele Dinge im Vorfeld zu klären: Bringen Web-Services Kostenvorteile? Ermöglichen sie neue Geschäftsmodelle? Wo gibt es noch Unzulänglichkeiten, die erst ausgemerzt werden müssen? Nicht zu unterschätzen sind derzeit auch noch die Lücken bei den Web-Service-Standards. Gerade beim sensiblen Thema Sicherheit und bei Protokollspezifikationen besteht noch Nachholbedarf.

Einig sind sich die Experten, dass sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema lohnt. Early Adopters gehen dabei gewisse Risiken ein, weil es noch kaum Installationen gibt. Andererseits können sie bei einem positiven Verlauf als Erste die Vorteile ausschöpfen. Weniger risikofreudige Anwender müssen aber nicht in Torschlusspanik verfallen. Wer in nächster Zeit das Thema aufmerksam verfolgt, wird die Technologie bei Bedarf zielgerichteter einsetzen können und profitiert von den bis dahin gemachten Erfahrungen.