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22.03.2002 - 

Server-Strategien/Kommentar

Auf der Suche nach dem richtigen Server

Martin Bayer Redakteur CW

Die Administratoren in den Rechenzentren sind momentan wirklich nicht zu beneiden. Buchhalter aus den Finanzabteilungen sitzen ihnen mit der Forderung im Nacken, die IT-Kosten zu drücken. Auf der anderen Seite verlangen Anwender und das Management immer schnellere, bessere und effizientere DV-Systeme. Suchen die IT-Verantwortlichen dann Hilfe bei den Server-Herstellern, um aus diesem Dilemma herauszukommen, werden sie meist enttäuscht. Großspurige Marketing-Ankündigungen und zweifelhafte Roadmaps werfen in aller Regel mehr Fragen auf, als sie beantworten.

Doch genau danach verlangen die Anwender. Antworten auf Fragen nach der Zukunft ihrer Plattformen: Wie lange werden meine Server-Systeme noch unterstützt? Wie geht es nach dem Merger von HP und Compaq weiter? Wann kommt endlich Intels Itanium-Chip in die Gänge?

Mit Antworten tun sich IBM, Sun, HP, Compaq und Co. schwer. So haben die Hersteller in den letzten Monaten Todesurteile über eine ganze Reihe von altbewährten Server-Plattformen ausgesprochen. Anwender mit Compaqs Alpha-Systemen oder HP-3000-Kunden müssen sich über kurz oder lang eine neue Plattform suchen. Wer jedoch meint, dass die Anbieter wenigstens zukunftssichere Alternativen zu bieten haben, sieht sich getäuscht.

Welche Server den Merger von HP und Compaq überleben werden, steht in den Sternen. Sicher scheint nur, dass die IA64-Architektur in den Roadmaps eine wichtige Rolle spielen soll. Wann jedoch Intels neue Prozessorgeneration für die Server-Welt endlich erwachsen sein wird, weiß nicht einmal der Hersteller mit letzter Sicherheit zu sagen.

Wen wundert es, dass die Kunden angesichts dieser Taktiken erst einmal abwarten. Die Auftragsbücher der Hersteller werden wohl solange leer bleiben, bis es diesen gelingt, den selbst verbreiteten Nebel aus Marketing-Blasen und leeren Versprechungen zu lüften.