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14.08.1981

Auf der Suche nach mehr Kapazität für kleine Computer kommt das Musikbox-Prinzip zu Ehren:Kompaktes Floppy-Quintett für Tischcomputer

Mögen Tischcomputer mit ihren bescheidenen 8-Bit-Worten auch langsame Gesellen sein - selbst in dieser Anfänger-Liga hat man noch nie jemanden über zuviel Speicherplatz klagen hören; ganz im Gegenteil. Und deshalb denken brillante Köpfe auch jenseits des Großen Teichs sich immer neue Tricks aus, der Schar der Tischcomputer-Freunde für wenig Geld zu möglichst viel Speicherkapazität zu verhelfen. Wobei einerseits zwar gerne Mikro-Winchesters, also kompakte Festplatten, konzipiert werden, jedoch viele Anwender nicht auf die Vorteile austauschbarer Medien, etwa einer Floppy-Disk, verzichten wollen.

Die Vorteile der Wechsel-Medien mit dem Plus einer großen Kapazität zu verbinden, hat sich die Amlyn Corp. in San Jose in den Kopf gesetzt. Bei ihrem neuen Produkt handelt es sich um einen Minifloppy-Fünferpack in einer handlichen Kassette samt zugehörigem Laufwerk, das jeweils bis zu 8 MB speichern kann. Dabei holt das Laufwerk die jeweils benötigte Floppy nach Art der guten alten Rock-ola"-Musikmaschinen aus dem Pack (das dauert im Schnitt keine 1,5 Sekunden) und schon kann gelesen oder geschrieben werden.

Bemerkenswert an diesem neuen System A 506 ist nicht nur die Gesamtkapazität, sondern auch die Aufzeichnungsdichte der nur einseitig beschriebenen 5,25-Zoll-Disketten: A 506 arbeitet mit 170 tpi (Spuren pro Inch) und 9500 bpi (Bit pro Inch), was auf das 1,6fache einer herkömmlichen double - sided -/double-density-Minifloppy hinausläuft. Die Spuren können nur deshalb so eng beieinander liegen weil ein ausgeklügeltes Spur-Leitsystem (mit besonderen Referenz -Spuren auf der Floppy sowie auf dem Laufwerk selber) selbst dann ein exaktes Positionieren des Schreib-/Lese Kopfes sicherstellt, wenn die FIoppy wärmebedingten Ausdehnungen unterliegt. Und auch mögliche Exzentrizitäten einer Floppy korrigiert das Laufwerk mit Hilfe dieses selbstjustierenden Nachführungs-Mechanismus, denn die Distanz der peripher auf der Floppy liegenden Referenz-Spur vom Zentrum wird in Abständen von je 45 Winkelgrad laufend geprüft, bei. Abweichungen wird der Kopf dann synchron zur Scheibenrotation in radialer Richtung nachgefühlt.

Die Kassette mit ihren etwa 14 x 13 x 2,5 Zentimetern Ausmaßen ist so gebaut, daß man sie nicht jeweils komplett auswechseln muß, sondern auch einzelne Disks austauschen kann. Das ist im praktischen Gebrauch natürlich ein interessanter Vorteil, will man beispielsweise errechnete Daten archivieren, mit den Programmen auf den anderen ein bis vier Floppies jedoch noch weiter arbeiten. Übrigens: Sowohl den Wechsel der Floppies als auch den jeweiligen Zugriff steuert ein Intel-"8051" Mikroprozessor.

Das Laufwerk kann mit zwei Geschwindigkeiten betrieben werden. nämlich mit 360 oder 600 Umdrehungen pro Minute. Letztere Drehzahl dient dazu, Standard-Minifloppies mit 48 beziehungsweise 96 tpi zu lesen .In den USA soll das Lautwerk bei nähme größerer Stückzahlen knapp 1000 Dollar für 8 MB kosten.