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13.08.1999 - 

Programmierer auf dem Rückzug

Auf die SAP-Spezialisten folgen die Anwender

MÜNCHEN (CW) - Wie stark SAP R/3 die Unternehmen bereits durchdringt, zeigt die jüngste Dekra-Analyse des SAP-Stellenmarkts im Juni. Waren im Vergleichsmonat des Vorjahres vor allem Berater, Organisatoren oder Systembetreuer gefragt, suchen die Unternehmen mittlerweile in jeder dritten Anzeige nach Mitarbeitern, die die Standardsoftware anwenden können - unabhängig davon, ob sie nun in der Buchhaltung oder der Personalabteilung beschäftigt sind.

Eine Verlagerung im SAP-Stellenmarkt sieht die Dekra Akademie: Die Auswertung der im Juni erschienenen 24 335 Anzeigen in der COMPUTERWOCHE, der "Frankfurter Allgemeinen", der "Süddeutschen Zeitung" und dem Online-Stellenmarkt "Jobs & Adverts" ergab, daß nicht mehr nur hochspezialisiertes Know-how, sondern auch verstärkt Anwenderwissen verlangt wird. Zum ersten Mal gibt es mehr Anzeigen für Anwender mit SAP-Bezug (33 Prozent) als für SAP-Berater und -Organisatoren (30 Prozent). Die Nachfrage nach Programmierern und Entwicklern ist gar rückläufig. Gut dokumentieren läßt sich dieser Einbruch anhand der Programmiersprache ABAP/4, die im Juni in nur sechs Prozent der Stellenangebote gefordert war. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden solche Kenntnisse noch in jeder fünften Offerte vorausgesetzt.

Dazu paßt auch, daß die Softwarehäuser nur noch 26 Prozent der untersuchten Stellenanzeigen aufgegeben haben; im Juni 1998 waren es 44 Prozent. Im Gegensatz dazu brauchen Handel, Banken, Versicherungen und der öffentliche Dienst mehr Personal mit SAP-Kenntnissen als zuvor (plus 7,5 Prozent). Auch die Beratungsdienstleister legten nochmals um zehn Prozent auf insgesamt 28 Prozent zu.

Daß in 8,7 Prozent der Stellenanzeigen Mitarbeiter mit fundierten SAP-Kenntnissen gesucht werden, läßt sich auch auf die Auswertung der Internet-Jobbörse zurückführen. Dort werden mit 2120 Offerten weitaus mehr Profis gesucht als in den Printmedien (878).