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30.09.2005

"Auf lange Sicht ist Ethernet der Konkurrent"

Mit Netapp-Gründer Dave Hitz sprach CW-Redakteurin Kriemhilde Klippstätter.

CW: Wo geht der Speichermarkt hin, und was sind die Trends?

Hitz: Das Wichtigste ist immer noch, dass der Speicher vom Rechner getrennt und über ein Netz mit ihm verbunden wird.

CW: Aber das ist doch Schnee von gestern.

Hitz: Diese Bewegung hat vor rund zehn Jahren begonnen und ist jetzt zu etwa zwei Dritteln abgeschlossen. Der Markt für Open-System-Storage ist zirka 15 Milliarden Dollar groß, und heute werden für etwa zehn Milliarden Dollar Netzspeicher angeschafft. Das bedeutet, dass immer noch für fünf Milliarden Dollar in Rechner integrierte Speicher verkauft werden.

CW: Für kleine Anwender, etwa im Home Office, ist solch eine Lösung ja auch ausreichend, oder?

Hitz: Es gibt aber sogar große Firmen, die beispielsweise einen Windows-Server mit einer mittelgroßen SQL-Server-Datenbank auf internen Speichern nutzen. In den kommenden fünf Jahren geht es darum, die letzten direkt angeschlossenen Speicher durch vernetzte abzulösen. Die Technik, mit der dies erreicht werden kann, heißt iSCSI.

CW: Was halten Sie von der Überlegung, Server und Speicher mit Infiniband zu koppeln?

Hitz: Das ist eine sehr gute Lösung für High-Performance-Computing. Das einzige Problem mit Infiniband ist, dass es sehr teuer ist. Außerdem ist es nicht für alle Rechner verfügbar und muss sich in Zukunft sicher mit 10 Gigabit Ethernet messen lassen. Ethernet ist immer die Konkurrenz auf lange Sicht.

CW: Wie ist der alte Streit zwischen File- und Block-basierender Speicherung heute zu bewerten?

Hitz: Einer unserer Vorteile ist, dass alle unsere Speicher beides können. Aber selbst bei unserem Angebot muss der Anwender entscheiden, für welche Applikation welche Lösung die bessere ist.

CW: Wie hat Veritas auf Ihre OEM-Vereinbarung mit IBM und die Ankündigung reagiert, dass Netapp in Zukunft IBM-Software als bevorzugte Produkte empfiehlt?

Hitz: IBM verkauft unsere Geräte, also müssen wir auch mit deren Software zusammenarbeiten. Im Markt entscheidet der Kunde, welche Programme er einsetzt - und Veritas ist auf vielen Gebieten Marktführer.

CW: Arbeiten Sie jetzt enger mit IBM an der Integration der Software-Management-Produkte beider Häuser?

Hitz: Die Leute vergessen immer, dass schon vor dem OEM-Deal der größte Verkaufskanal für Netapp IBM Global Services war. Vieles ist schon integriert.Vielleicht werden wir noch mehr in die Tiefe gehen, etwa bei Tivoli, DB2 und AIX.

CW: Was hat Netapp bei Compliance-konformen Speichern zu bieten?

Hitz: Unser Produkt nennt sich Snaplock. Dabei wird ein kryptografischer Fingerabdruck der Daten erstellt. Wenn die Information später ausgedruckt wird, können die Fingerabdrücke verglichen werden.

CW: Snaplock ist vergleichbar mit EMCs Centera?

Hitz: Ja. Außerdem haben wir ja kürzlich die Firma Decru übernommen, die eine Lösung für Verschlüsselung anbietet.

CW: Soll Decru mit Netapp verschmolzen werden?

Hitz: Nein, wir wollen das Unternehmen separat halten.