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09.12.2005

Auf Tuchfühlung mit SOA

Deutsche Unternehmen haben das Thema Service-Orientierte Architekturen (SOA) auf dem Schirm - bislang aber eher in der Theorie.
Hierzulande noch eine Rarität: die Umsetzung von SOA-Projekten.
Hierzulande noch eine Rarität: die Umsetzung von SOA-Projekten.

Mit den heutigen Anforderungen an Flexibilität können traditionelle Softwarearchitekturen und Business-Applikationen häufig nicht mehr Schritt halten. Um diese Probleme anzugehen, beschäftigt sich bereits mehr als die Hälfte der hiesigen Firmen (52 Prozent) mit dem Thema SOA. Das ergab eine Kurzumfrage, die das Beratungsunternehmen Experton Group im Zuge einer branchenübergreifenden Analyse zum Thema SOA und ERP (Enterprise Resource Planning) vorgenommen hat, um diesbezügliche Trends in der hiesigen Firmenlandschaft zu beleuchten. An der Befragung haben 31 Unternehmen teilgenommen.

Konkrete Vorhaben noch selten

Der Untersuchung zufolge variiert die Intensität der Beschäftigung allerdings stark und reicht von der reinen Beschaffung von Informationen (32 Prozent) bis hin zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema (13 Prozent). Die Experten deuten dies als Indiz für eine noch frühe Phase des SOA-Lebenszyklus. Auch die Firmen, die sich bislang nicht näher damit befasst haben (48 Prozent), verweigern sich nicht grundsätzlich: Vielmehr will der überwiegende Teil der bisherigen SOA-Abstinenzler noch abwarten oder räumt anderen IT-Aufgaben derzeit einen höheren Stellenwert ein.

Was konkrete Vorhaben oder die Umsetzung eines SOA-Frameworks betrifft, halten sich die deutschen Anwenderunternehmen entsprechend zurück: Weniger als zehn Prozent der befragten Betriebe haben bereits ein dahingehendes Projekt in Angriff genommen oder gar eine Implementierung hinter sich. Zu den wesentlichen Vorteilen, die sich die Firmen von der Einführung einer Service-orientierten Architektur versprechen, zählen eine höhere Anpassungsfähigkeit der IT, mehr Transparenz und niedrigere Kosten.

Erfolgsfaktor Integration

Auf die Frage nach erfolgversprechenden Ansatzpunkten für SOA wurde der Faktor Integration am häufigsten genannt. Nahezu die Hälfte der Umfrageteilnehmer misst hier der internen Integration die größte Bedeutung bei. Entsprechend zielen Service-orientierte Architekturen für sie zunächst auf interne Aufgaben. Die an zweiter Stelle genannte unternehmensübergreifende Integration würde auch auf Seiten der Partner, Lieferanten und Kunden entsprechende Frameworks erfordern.

Für Matthias Zacher, Advisor bei der Experton Group, ist die gründliche Auseinandersetzung mit SOA und den jeweiligen Anbieterversprechen ein Muss: "Schließlich handelt es sich bei der Softwareinfrastruktur um ein zentrales Element der Firmen-IT." Zudem sei der mit der Ausrichtung auf SOA verbundene Paradigmenwechsel im Zusammenspiel zwischen Business und IT nicht zu unterschätzen: "Eine SOA liefert das technische Framework für Business-Process-Management, und dieses unterscheidet sich grundlegend vom klassischen ERP-Ansatz", klärt Zacher auf. So stelle die Applikationsunabhängigkeit der Prozesse ganz neue Anforderungen an die Interaktion zwischen Management, Fachebene und IT-Organisation. Dies resultiere letztendlich nicht nur in organisatorischen Veränderungen, neuen Themen und bereichsübergreifenden Ansätzen bei der Prozessbeschreibung, sondern auch in völlig anderen Kostenmodellen. (kf)