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Datenbankadministrator:

Aufgabenkatalog eines Spezialisten6. Folge und Schluß26. Zustimmung zu Mehrfachindizierungen

12.08.1977

Von einer Mehrfachindizierung spricht man, wenn es möglich ist, dieselbe Datenstruktur mit mehreren Suchkriterien zu finden. Ebenso wie bei den logischen Verknüpfungen von Datenstrukturen ist es auch hier erforderlich, daß die mehreren Suchbegriffe vom Datenbankadministrator mit der Datenbankbeschreibungssprache erklärt werden. Bei der Realisation führt das dazu, daß pro zusätzlichem Suchbegriff ein Index angelegt werden muß, welcher den Suchbegriff selbst und den erforderlichen Pointer auf die entsprechende Datenstruktur beinhaltet. Damit wird auch wieder das Problem der Pflege einsehbar, das mit jedem zusätzlichen Suchbegriff zunimmt. Aus diesem Grund ist es auch bei Mehrfachindizierungen notwendig, daß der Datenbankadministrator seine Zustimmung dafür geben muß. Man kann dem entgegenhalten, daß es unter anderem ja gerade der Vorteil von Datenbanksystemen ist, daß mit mehreren Suchbegriffen gearbeitet werden kann. Dem steht gegenüber, daß im allgemeinen nur er über geeignete Methoden verfügt, die gleiche Ergebnisse mit weniger Aufwand erreichbar machen. So kann er auch hier wieder unter Einbeziehung der Normalformenlehre, die eine strikte Abhängigkeit zwischen Datenelementen und Suchbegriffen zur Basis hat, eine Mehrfachindizierung durch Zulassung und Herbeiführung einer Schlüsselredundanz umgeben.

Werden für ein Anwendungssystem variable Satzlängen konzipiert, so muß zumindest untersucht werden, wie es zu dieser Form der Datenorganisation kommt. Variable Satzlängen sind ja meist implizierte Hierarchien von einer oder einigen Datenstrukturen, die sich bis hin zur maximalen Satzlänge

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27. Zustimmung zu variablen Satzlängen und zur Datenkomprimierung

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entsprechend oft wiederholen können. Diese Datenstrukturen haben alle die gemeinsame Eigenschaft, daß sie von dem Schlüssel des gesamten Satzes abhängig sind. Durch eben diese Eigenschaft ist es nun auch möglich, die mehrfach vorkommenden Datenstrukturen gleichsam zu verselbständigen, so daß die Notwendigkeit einer variablen Satzlänge nicht mehr vorhanden ist. Die genannte Verselbständigung kann dadurch herbeigeführt werden, daß der Schlüssel des gesamten Satzes redundant in den betroffenen Datenstrukturen mitgeführt wird, so daß sie damit adressiert werden können. Eine Vorgehensweise in dieser Form wird allerdings dann nicht mehr zweckmäßig sein, wenn es sich um wiederholende Datenstrukturen von sehr geringem Umfang handelt so daß der durch die Redundanz verursachte Mehrbedarf an Speicherplatz doch erheblich ist. Um diese Fragen jedoch entscheiden zu können, ist es notwendig, daß der Datenbankadministrator entsprechende Untersuchungen anstellt und dabei Vorteile und Nachteile gegeneinander abwägt bzw. einer variablen Satzlänge zustimmt. Im Zusammenhang mit dem Speicherplatzbedarf wird auch oft die Frage der Datenkomprimierung diskutiert. Man kann dieses Problem nicht von vornherein positiv oder negativ bewerten. Zweckmäßig ist es zu errechnen, wieviel Speicherplatz durch eine Datenkomprimierung tatsächlich eingespart wird und was dieser Speicherplatz kostet. Da zu jeder Komprimierung zwei, wenn auch vom Umfang her sehr kleine Module erforderlich sind ist nun zu ermitteln, wieviel Rechnerzeit von diesen Modulen benötigt wird und was diese Zeit kostet. Somit ist eine Gegenüberstellung der beiden Kostenfaktoren möglich.

Die zuletzt aufgeführten Punkte wie Umformung der Designergebnisse in Datenbankparameter und Zustimmung zu logischen Verknüpfungen waren innerhalb der projektbezogenen Aufgaben des Datenbankadministrators im Rahmen der Detailorganisation zu sehen. Von diesem Stand aus führt nun die Weiterarbeit zur Implementierungsphase. Eines der Hauptprobleme, das dort immer wieder auftritt, ist das der Änderungen. Betreffen diese ausschließlich Verarbeitungsregeln der Anwendung, so müssen sie hier nicht weiter erörtert werden..