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01.04.1977 - 

Kritik an Doppelfunktionen:

Aufmüpfen gegen die Datev

MÜNCHEN (ob) - "Die Abhängigkeit von einer großen Organisation wie der Datev halte ich für eine Bedrohung der Freiheit unseres Berufsstandes", erklärt Ludwig Limmer, Münchner Steuerberater mit zirka 350 Mandanten. Was ihn stört: "Maßgebliche Leute unserer Steuerberaterkammer haben auch entsprechende Positionen bei der Datev inne."

Aus diesem Vorbehalt gegenüber der Nürnberger DV-Zweck-Genossenschaft zog Limmer bereits 1975 Konsequenzen, er beschloß, "abtrünnig" zu werden und ein eigenes Rechenzentrum zu betreiben (CW Nr. 34/75 vom 22. August).

Der Idee folgte die Tat: Beschafft wurde im Frühjahr 1976 ein Kienzle-System 6100 mit 24 KB, zwei Platteneinheiten (je 8,24 Millionen Zeichen). Schnelldrucker (360 Zeichen/Sek.) und Magnetband-Kassettenengerät.

Eine einzige - auf die Konkurrenz getrimmte - Forderung stellte Limmer seinerzeit an den Villinger MDT-Hersteller: "Ich will genau das, was die Datev bietet."

Schwierigkeiten gab es allerdings, als er daran ging, die Nabelschnur zur Datev zu kappen: "Man verweigerte mir das Überspielen der Stammdaten" So mußten rund 30 000 Stammdaten neu erfaßt werden.

In der Anfangsphase buchten die Münchner deshalb zu Testzwecken einen Mandanten parallel auf der eigenen Anlage und bei der Datev, bis alle Programme fehlerfrei liefen.

Heute ist Limmer zufrieden: "Ich habe noch Kapazität auf der Anlage frei, die kann ich Kollegen anbieten."