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22.08.1997 - 

OMG muß über HPs Vorschlag entscheiden

Aufnahme von DCOM in die Corba-Architektur politisch nicht vertretbar

HPs Spezifikation unter dem Namen "COM/Corba Bridge Part B" beschreibt ein Schnittstellen-Protokoll, das den beiden rivalisierenden Standards zur Erstellung verteilter Anwendungen erlaubt, miteinander zu kommunizieren.

"Aus technischer Sicht ist gegen HPs Vorschlag, DCOM und Corba einander näher zu bringen, nichts einzuwenden", sagt Martin Chapman, zuständig für Standards beim Middleware-Anbieter Iona Technologies Inc. und Mitglied der OMG. Politisch sei es aber nicht vertretbar, da es sich bei DCOM mit seinen Active-X-Komponenten (Controls) um ein proprietäres Protokoll von Microsoft handle. Chapman befürchtet, daß im Falle einer positiven Entscheidung die OMG die Kontrolle über Corba verlöre. Auch habe man keinen Einfluß auf Microsofts DCOM-Entwicklungspläne.

HP wird beim Versuch, die COM-Corba-Verbindung von der OMG absegnen zu lassen, tatkräftig vom Softwaregiganten aus Redmond unterstützt. Hintergrund ist HPs Interesse, die Entwicklung verteilter Anwendungen in gemischten NT- und Unix-Rechnerarchitekturen zu verbessern. HP hatte dazu kürzlich das Toolset "Softbench Open Studio" vorgestellt, womit sich C++-Programme sowohl für DCOM/COM als auch für Corba-Umgebungen erstellen lassen. Mit dem Protokoll sollen Corba-Services einfach mit Corba-Clients sowie Active-X-Komponenten kommunzieren können. Die Corba-Komponenten verhalten sich dann wie Active-X-Programme.

Nach Ansicht von Mike Kennedy, Analyst der Meta Group, werden die Corba-Verfechter HPs Vorschlag torpedieren: "Die Corba-Anbieter wissen, daß DCOM/ COM bislang hauptsächlich auf Desktops verwendet wird, und sie werden alles versuchen, daß das so bleibt".