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01.09.2008

Aufsässig und unkonventionell

Dass nun auch Deutschlands Nachwuchsinformatiker Google zu ihrem Wunscharbeitgeber Nummer eins gewählt haben, überrascht nicht. In den USA hatte sich der Suchmaschinengigant zuvor schon mehrmals durchgesetzt. Google ist eben mächtig, erfolgreich und ganz nebenbei auch noch cool.

Aber was heißt das eigentlich, cool? Die Wikipedia gibt eine Reihe von Antworten, eine passt hier besonders: Cool gehört demnach zu einer Reihe jugendsprachlicher Begriffe, die unter anderem Assoziationen zu "rebellisch", "nicht angepasst", "konfrontativ" wecken. Und in der Tat: Google ist dreist, unbescheiden in seinen Ansprüchen, aufsässig in Bezug auf die herrschenden Gesetze im ITK-Markt, unkonventionell in seinem Vorgehen.

Nehmen wir einfach mal die Beispiele Google Maps und Google Earth: In diesen Tagen wird ein Satellit in die Erdumlaufbahn eintreten, der Google bestmögliches Bildmaterial für seine Dienste liefern soll. Auf der Trägerrakete prangt selbstredend das Logo des Konzerns. Unterdessen fahren mit Spezialkameras ausgerüstete PKWs rund um den Globus durch die Städte, um - zum Entsetzen vieler Datenschützer - für das Feature "Street View" 360-Grad-Panorama-Aufnahmen zu ermöglichen. Auf Googlewatchblog.de gibt es aktuelle Bilder, die diese Fahrzeuge in der Gegend von Wuppertal zeigen.

Das Faszinierende an Google ist dieser Pioniergeist, der keine Grenzen kennt. Den gesamten Globus fotografieren, den weltweiten Buchbestand digitalisieren, Unterseekabel zwischen den Kontinenten verlegen (wird es das "GoogleNet" geben?) - die Aufsteiger aus dem Silicon Valley greifen ständig nach den Sternen und haben keine Angst davor, zu scheitern. Kein Wunder, dass auch hierzulande junge Informatiker unter solchen Bedingungen arbeiten möchten.

Garantiert Google seinen Mitarbeitern doch gleichzeitig eine angenehme, kreative Arbeitsatmosphäre, Sicherheit und Stabilität. Die Suchmaschine des Konzerns ist derartig erfolgreich, dass sie in den USA die höchste Kundenzufriedenheit aller Sites erreicht hat. Damit läuft auch das Geschäft mit Werbung im Kontext von Suchergebnissen stabil und dürfte erst einmal bleiben, was es ist: eine Lizenz zum Geld drucken.

"Don‚Äòt be evil" lautet das mit Bedacht gewählte Motto von Google, denn wer einer Riesenkrake gleich die persönlichen Daten seiner Nutzer einsammelt - vom E-Mail- und Geschäftsverkehr über Fotos und Videos bis hin zur digitalen Krankenakte - braucht ihr Vertrauen. Seit Jahren wird in Web-Foren diskutiert, wie ernst es die Gründer Larry Page und Sergej Brin damit meinen und welche Daten Google anvertraut werden können. Bislang ist jedoch nicht ruchbar geworden, dass Datenschutzprofile verletzt oder Benutzerdaten abhandengekommen wären. Das kann man von einigen deutschen Großkonzernen wie der Telekom oder Lidl leider nicht sagen. Deshalb gilt weiter: Im Zweifel für den Angeklagten!